übernommen von Dagmar Henn via Facebook

 

Wenn in Frankreich eine Polizeigewerkschaft erklärt, sie träte in den unbefristeten Streik, und gleichzeitig zumindest das Gerücht kursiert, dieses Wochenende sei es nicht mit einer Demonstration getan, sondern ab Montag werde Frankreich stillgelegt, dann hat eine Regierung ernste Schwierigkeiten.

Denn ein Teil der bewaffneten Gewalt hat bereits erklärt, “rettet euren Arsch doch selbst”.

Und, wonach riecht das?

Die Philisterlinken, wie Riexinger (ich mag Bernd das Brot zu sehr, um diesen Spitznamen zu übernehmen, auch wenn das Sauertöpfische dieser Figur zu Riexinger passt), sind längst in heiligen Zorn verfallen ob der mangelnden programmatischen Klarheit und der Gewaltbereitschaft der Massen.

Aber ich gebe zu, ich beginne innerlich zu jubeln. Auch wenn ich es bedauere, dass die Fackel der Freiheit im Westen Europas stets am selben Ort entzündet werden muss, ja, ihr erstes Glimmen ist schon eine Befreiung.

Es sieht aus, als erwachte die Seele des französischen Volkes.

Und ganz ehrlich, bei allem Gelalle über die womöglich rassistischen Beteiligten – nichts schafft mehr Brüderlichkeit als ein gemeinsam vollbrachter Umsturz. Diese geteilte Erfahrung, das erlebte gemeinsame Interesse ist mehr wert als tausend Sonntagspredigten über ‘antirassistische Werte’.

Ja, das Frankreich, das da erstehen könnte, hat viele Wurzeln. Und ist zugleich zutiefst französisch. Aus der Revolution, und nur aus dieser, wird der Citoyen geboren.

Nachtrag: eine französische FB-Freundin berichtete gerade, seit gestern wären immer wieder Militärfahrzeuge in Richtung Paris unterwegs. Ihre eigene Beobachtung.

Nun, wenn 80% der Bevölkerung hinter der Bewegung stehen, könnte es auch mit dem Militär eng werden.