DIE ROTE FRONT

Kommunistisches Theorieorgan

Kategorie: International (Seite 1 von 2)

Räteungarn im Kampfe gegen die Reaktion

“Es lebe die Weltrevolution” steht auf dem Demstrationsbanner.

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Die Räterepublik Ungarn bestand vom 21. März bis zum 1. August 1919, dies jährt sich also in diesem Jahre zum 100. Male. Diesem Jubiläum ist dieser Artikel gewidmet und wird einen Abriss der Geschichte Räteungarns darlegen. Die Ausführungen werden kurz darauf eingehen, was in der Zeit ab der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution geschah bis zur bürgerlichen Revolution in Ungarn, während der Károlyi-Regierung und anschließend der Ungarischen Räterepublik, samt ihrer Niederschlagung, geschah. Als Abschluss werde ich einige Lehren aus den Geschehnissen ziehen, welche noch heute von Wert sind.

Zu Beginn jedes Kapitels werde ich ein Zitat aus den Gedichten von Endre Ady anführen. Ady war ein revolutionärer sozialistischer Dichter, dem es nicht mehr vergönnt war, die Ungarische Räterepublik mitzuerleben, denn er verstarb im Januar 1919 nach längerer Krankheit. Seine Gedichte sind voller revolutionärem Tatendrang und sehr passend als Begleitung zum Weg der ungarischen sozialistischen Revolution von 1919.

Von der Oktoberrevolution bis zum Zusammenbruch Österreich-Ungarns

Wir stehn noch still und rennen schon in unsre Revolution!“1 – Endre Ady

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Zur Frage des Klassencharakters des heutigen China

Eine Antwort an L. B.

Einleitung

Der nachfolgende Text ist der Rumpfteil einer Antwort auf eine Email von L. B. (der Rumpfteil seiner Email befindet sich im Anhang des Artikels), die bei uns bezüglich des Artikels zum Revisionismus der Honecker-Ära einging. Deshalb geht der Anfang nochmal kurz auf diesen Artikel ein und wiederholt letztendlich nur, was man bereits im Artikel nachlesen kann. Der eigentliche Hauptteil behandelt den Klassencharakter des heutigen China. Da dieser eine relativ ausführliche Analyse beinhaltet, wird diese Antwort-Email anonymisiert als Artikel veröffentlicht.

Kurze Anmerkungen zu Honecker

Du fragst „mit welchem Recht“ ich über den Revisionismus Erich Honeckers spreche? Mit dem „Recht“ eines Marxisten die objektive Realität zu analysieren. Seit wann ist der Diskurs zwischen Genossen auf solche kleinbürgerliche Fragen nach „Rechten“ heruntergebrochen? Naja, egal, das ist nebensächlich.

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Die DKP und der „frühe Mao“ – Ein Beispiel dengistischer Sophistik

der Autor ist über die E-Mail-Adresse im Impressum zu erreichen

Der Artikel kann alternativ hier auch als PDF gelesen werden.

Erst vor Kurzem, am 13. September, scheint die DKP ihre „Liebe“ für Mao Tsetung entdeckt zu haben.1 Naja, fast. Nicht Mao an sich, sondern das, was sie den „frühen Mao“ nennen. Was soll man darunter verstehen? Warum hat die DKP solches Interesse an ihm gefunden? Darauf möchte ich hier eine Antwort geben, samt Kritik.

Wer ist dieser „frühe Mao“?

Bekannt ist dem werten Leser sicherlich die NÖP Lenins, die die Übergangsphase vom Kapitalismus zum Sozialismus bildete in der Sowjetunion, wo man nach dem Bürgerkrieg den Kriegskommunismus mit ablöste. Dadurch wurde die Ablieferungspflicht zugunsten der Wiederbelebung von Marktbeziehungen bei den kleinen Warenproduzenten (zumeist Kleinbauern) und der noch bestehenden Mittelbourgeoisie beseitigt, welche wiederum durch die Kollektivierung überwunden worden sind. Da dieser Artikel nicht um Lenin, sondern um Mao geht, sei an dieser Stelle nur auf ein paar markante Zitate aus „Über das Genossenschaftswesen“ verwiesen.

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In tiefer Trauer um Alexander Sachartschenko

 

Wir trauern mit den Menschen in der Volksrepublik Donezk um

Ministerpräsident Alexander Sachartschenko

 

Alexander Sachartschenko wurde am 31.08.2018 Opfer eines terroristischen Attentats im Stadtzentrum von Donezk. Er war Führer des antifaschistischen Widerstands im Donbass gegen die Kiewer Junta, die in einem Staatsstreich 2014 mit westlicher Unterstützung in der Ukraine die Macht ergriff. Er organisierte die Verteidigung gegen die faschistischen Bataillone, die ihren mörderischen Terror gegen die verfassungstreue Bevölkerung in der Ostukraine richteten und Tausende ermordet und in die Flucht getrieben haben.

Wir ehren sein Andenken und versichern der Bevölkerung des Donbass und allen ukrainischen Patrioten unserer internationalistischen Solidarität.

Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

 

Da wir leider keine ausreichenden Quellen zum Leben von Alexander Sachartschenko haben, bringen wir nachstehend einen Artikel von der englischen SputnikNews Seite:

 

Life and Death of Assassinated DPR Head
Alexander Zakharchenko

 

Zakharchenko was born on June 26, 1976, in the city of Donetsk. He graduated from a technical college and also studied at the Interior Ministry’s law institute. He began his career as a mine electrician and later opened his business related to the mining industry.

In 2010, Zakharchenko became the head of the Donetsk department of the Oplot non-government organization established in the city of Kharkiv.

On April 16, 2014, Zakharchenko took part in the takeover of the Donetsk Region Administration, which followed protests in the eastern Ukrainian region of Donbas against violence in Kiev that resulted in the overthrow of former Ukrainian President Viktor Yanukovych.

In May 2014, he was appointed commandant of Donetsk and later as the DPR interior minister. On August 8, 2014, the DPR Council of Ministers appointed Zakharchenko as the republic’s prime minister.

Three months later he was elected as the DPR leader having gained 75.5 percent of votes.

During the military operation in Donbas, Zakharchenko sustained two injuries: one in the arm near the settlement of Kozhevnia on July 22, 2014, and another one in the leg near the city of Debaltseve on February 17, 2015.

He was major general of the DPR army, had a title “Hero of DPR” and several orders of the self-proclaimed republic. Zakharchenko also received an Order of Friendship of South Ossetia in 2015.

The murdered DPR leader had a wife and four sons.

Der US-Imperialismus ist der Primärwiderspruch der unterdrückten Völker!

Es wird viel geredet über die drei bedeutendsten imperialistischen Mächte USA (mit den NATO-Staaten), Russland und China, aber zumeist endet es entweder in „Wir müssen alle imperialistischen Mächte gleichmäßig bekämpfen!“ und anderen „linken“ Abweichungen. Ich werde hier darlegen, warum wir den US-Imperialismus hauptsächlich bekämpfen müssen und was unsere allgemeinen Aufgaben sind, um ebenfalls nicht zum Anhängsel der russischen oder chinesischen Imperialisten zu werden, denn das wäre eine Rechtsabweichung. Zum Schluss werde ich einige alltägliche, aktuelle Beispiele bringen und aufzeigen, wie wir uns in diesen Konflikten verhalten sollten und wen wir wie unterstützen sollten.

1. Warum wir den US-Imperialismus als Primärwiderspruch bekämpfen sollten

Zu aller erst müssen wir anerkennen, dass die Vereinigten Staaten die größte imperialistische Macht auf der Welt sind, mit Basen auf jedem Kontinent und einem Militärbudget, das höher ist, als das aller anderen Länder der Welt zusammengenommen. Offensichtlicherweise geht die größte Gefahr und die größte Unterdrückung von der Bourgeoisie der Vereinigten Staaten aus. Von Südkorea und Japan bis zum Baltikum und Rumänien, von Australien bis Grönland, die Welt ist voller US-Basen, allzeit bereit überall zuzuschlagen, wo auch immer sie sich im Krieg befinden, ob im Afghanistankrieg, zwei Kriegen im Irak, der Syrienkrieg usw. Auch gibt es viele Länder, die von ihrer militärischen Unterstützung abhängig sind und wo die amerikanische Bourgeoisie viel Kapital investiert hat (Kolonien und Semikolonien wie Ägypten, Afghanistan, Irak, Pakistan und viele mehr).

Da ist auch noch beispielsweise Deutschland, Großbritannien und Frankreich als imperialistische Länder, aber diese sind Lakaien des US-Imperialismus, obwohl sie auch Widersprüche zu diesem haben. Sie sind Teil der NATO und so dem US-Imperialismus unterworfen.

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Libyen – Staat für die Menschen

Königreich Libyen 1951-1969

Libyen besteht aus den historischen Regionen Tripolitanien, Fessan und Cyrenaika. Nach den Verheerungen von Kolonialismus und Weltkrieg wurde Libyen 1951 vom britischen Mandatsträger in die Unabhängigkeit entlassen. Dasa Land wurde ein Königreich unter Idris I. Idris entstammte einem Clan im Nordosten, in der Cyrenaika. Er war zugleich Anführer der Sanussi-Bruderschaft, einer konservativen und monarchistischen Sekte. Diese Region Libyens war schon immer sehr empfänglich für extreme muslimische Sekten, so verfolgte auch die Sanussi-Bewegung eine strenge Auslegung des Islam. So verwundert es nicht, dass auch der heutige libysche Dschihadismus in der Cyrenaika beheimatet ist. Doch mit der Unabhängigkeit konnte Libyen nicht den Kolonialismus an sich abschütteln. Es schloss zum Schutz vor dem einst italienischen Faschismus ein Militärabkommen mit den USA, das den Amerikanern die Nutzung libyscher Stützpunkte erlaubte. Da die libysche Bevölkerung sehr arm und wenig gebildet war, bestand die wirtschaftliche Oberschicht fast ausschließlich aus Vertretern der Regierungspartei und den 52.000 im Land verbliebenen Italienern. Dementsprechend war auch die Regierung so aufgebaut. Dagegen schürte die ausländerfeindliche Nationale Kongresspartei Unruhen. Zur Machtsicherung verbot König Idris alle Gewerkschaften und politischen Parteien und, mit Ausnahme seiner eigenen. Doch auch innerhalb seiner Familie kam es immer wieder zu Streitigkeiten, infolgedessen Idris die meisten Familienmitglieder von der Thronfolge ausschloss. Bald war klar, dass das Königreich nach dem Tod des Königs nicht lange bestehen bleiben wird. Doch zunächst begann das Land, sich auf dem internationalen Parkett zu bewegen. 1952 kam es zum Streit mit Frankreich über die Dauer der Stationierung der französischen Truppen im Fessan. Erst 1956 verließen die letzten französischen Soldaten Libyen. Aber Idris war auch zur Zusammenarbeit bereit. So trat er 1952 der Arabischen Liga bei und unterzeichnete ein Jahr später einen Freundschafts- und Beistandsvertrag sowie ein weiteres Militärabkommen mit den USA. Während der Suez-Krise 1956 nutzte die britische Luftwaffe auch libysche Stützpunkte als Operationsbasis gegen Ägypten unter Gamal Abdel Nasser. Diese pro-westliche Haltung von König Idris führte zu Unruhen im Land.

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Blutige Perle Afrikas – Uganda unter Idi Amin

Britische Kolonie

Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich in Ostafrika Großbritannien gegen Deutschland durchsetzen und so wurde der britische Kolonialismus auf Uganda ausgedehnt. Die neuen Herren nutzen das Land, um vor allem Baumwolle und Kaffee anzubauen. Sie zerstörten dadurch die traditionelle Landwirtschaft und verursachten so mehrere Hungernöte. Bald entwickelten sich Kampala und Entebbe zum wirtschaftlichen und politischen Zentrum der Kolonie, wohingegen der Norden zunehmend vernachlässigt wurde. Dies führte zu wachsenden Spannungen zwischen den verschiedenen Völkern. Doch die Wirtschaft wuchs beständig weiter, selbst durch die zwei Weltkriege. Der Wirtschaftsaufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg führt in Uganda dazu, dass immer mehr Europäer und Asiaten ins Land kamen, was vorher weniger der Fall war, da London diese Kolonie nie als Siedlungskolonie konzipiert hatte. In den 50er Jahren etablierte sich das Teilkönigreich Buganda, in dem auch Kampala und Entebbe lagen, als Staat im Staate. Dessen König Edward Mutesa II. wollte Buganda sogar von der restlichen Kolonie abtrenne und unabhängig machen. Als während des Afrikanischen Jahres 1960 viele Kolonien des Kontinents unabhängig wurden, führte dies auch in Uganda zu Unabhängigkeitsbestrebungen und im Osten des Landes brach ein Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft aus.

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Brasilien – Wenn Diebe richten

Kaiserreich, Republik, Diktatur

Brasilien wurde nach seiner Unabhängigkeit von Portugal 1822 zum Kaiserreich unter Pedro I. 1831 bestieg bereits der letzte Kaiser Pedro II. den Thron. Er und die Kronprinzessin Isabella schafften 1888 offiziell die Sklaverei ab, was allerdings zu Aufständen seitens der Armee und der Großgrundbesitzer führte. 1889 wurde der Kaiser gestürzt und durch Deodoro da Fondeca die Republik der Vereinigten Staaten von Brasilien proklamiert. Fondeca wurde der erste Präsident der so genannten Alten Republik. Als erste Maßnahmen wurden eine Volkszählung durchgeführt, das metrische System eingeführt sowie Staat und Kirche voneinander getrennt. Vor allem das staatliche Vorgehen gegen die Kirche sahen besonders gläubige Menschen mit Misstrauen. Seit den 1870er Jahren gewann der Wanderprediger Antonio Conselheiro in der Region Bahia viele Anhänger. 1893 ließen sich er und seine Getreuen in der Fazenda – ein großes Landgut – Canudos nieder. Hier stieg die Bevölkerung schnell auf über 30.000 Menschen, die alle Conselheiro als Messias anbeteten. Sie führten ein einfaches vom Glauben geprägtes Leben und lehnten viele Maßnahmen der Republik ab, wie die Zivilehe, einige Steuergesetze und den Laizismus – also die Trennung von Thron und Kanzel. Die Einwohner von Canudos stellten für die Republik eine monarchistische Bedrohung dar, weshalb man in Rio de Janeiro daranging, dieses Problem militärisch zu lösen. Jedoch scheiterten die Feldzüge vom November 1896, Januar und März 1897. Die Conselheiro-Anhänger verteidigten sich mutig. Doch während des vierten Feldzuges, der im Juni 1897 begann, wurde Canudos belagert. Nach einiger Zeit verschlechterte sich die Versorgungslage, doch Conselheiro verweigerte die Kapitulation. Als er im September 1897 starb, eroberten die Regierungstruppen Canudos und vernichteten die Stadt. Nach der Beseitigung dieses innenpolitischen Problems konnte das Wachstum der jungen Republik beginnen. Der Wohlstand war durch die hohe Kaffeenachfrage gesichert und nahezu die gesamte Wirtschaft wurde darauf konzentriert. 1914 trat Brasilien in den Ersten Weltkrieg ein, jedoch ohne sich aktiv zu beteiligen. Da aber infolge des Krieges die Kaffeenachfrage sank, geriet die Wirtschaft ins Wanken. In den 1920er Jahren wuchs die Unzufriedenheit der Bürger mit dem Oligarchen-System, das auf Wahlmanipulationen beruhte und große Teile der Bevölkerung von der politischen Mitbestimmung ausschloss.

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Mit Feuerkraft der Saudis: Trump plant Retourkutsche wegen Syrien-Flop

übernommen von Sputnik News

Die US-geführte West-Koalition will nach dem gefloppten Syrien-Schlag eine Revanche. Eine „Friedenszone“ soll deshalb zu einem Schlachtfeld werden, verlautet aus syrischen Militär- und Diplomatenkreisen. Vorgesehen ist, dass Israel die Offensive aus der Luft und Saudi-Arabien mit einer Panzerarmada am Boden unterstützt. Weiterlesen

Was ist los im Iran? Die Hintergründe der Proteste und die westlichen Narrative

von Rainer Rupp
übernommen von RT Deutsch
Wer immer noch glaubt, dass die allabendlich ausgestrahlten, so genannten Nachrichtensendungen des ZDF – Spötter sprechen von “Zentralem Dummfunk” – oder der ARD – auch gerne als “Allgemeiner Regierungsdienst” geschmäht – tatsächlich Nachrichten liefern statt Propaganda, der glaubt auch an die Glücksfee Merkel, dank deren Zauberkraft wir “in Deutschland gut und gerne leben”. Wer sich jedoch über aktuelle Konfliktherde informieren will – wie derzeit über den Iran – der ist bei den staatlichen Sendern fehl am Platz.

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