Britische Kolonie

Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich in Ostafrika Großbritannien gegen Deutschland durchsetzen und so wurde der britische Kolonialismus auf Uganda ausgedehnt. Die neuen Herren nutzen das Land, um vor allem Baumwolle und Kaffee anzubauen. Sie zerstörten dadurch die traditionelle Landwirtschaft und verursachten so mehrere Hungernöte. Bald entwickelten sich Kampala und Entebbe zum wirtschaftlichen und politischen Zentrum der Kolonie, wohingegen der Norden zunehmend vernachlässigt wurde. Dies führte zu wachsenden Spannungen zwischen den verschiedenen Völkern. Doch die Wirtschaft wuchs beständig weiter, selbst durch die zwei Weltkriege. Der Wirtschaftsaufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg führt in Uganda dazu, dass immer mehr Europäer und Asiaten ins Land kamen, was vorher weniger der Fall war, da London diese Kolonie nie als Siedlungskolonie konzipiert hatte. In den 50er Jahren etablierte sich das Teilkönigreich Buganda, in dem auch Kampala und Entebbe lagen, als Staat im Staate. Dessen König Edward Mutesa II. wollte Buganda sogar von der restlichen Kolonie abtrenne und unabhängig machen. Als während des Afrikanischen Jahres 1960 viele Kolonien des Kontinents unabhängig wurden, führte dies auch in Uganda zu Unabhängigkeitsbestrebungen und im Osten des Landes brach ein Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft aus.

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