DIE ROTE FRONT

Kommunistisches Theorieorgan

Kategorie: National (Seite 1 von 3)

Wie real ist der Sozialfaschismus?

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Heutzutage wird der Sozialfaschismus kaum noch thematisiert und für die Vergangenheit allgemein negiert. Ist der heutige Status quo korrekt? Was hat es mit dem Sozialfaschismus auf sich? Was für Auswirkungen hat dieser Themenkomplex noch heute? Diese Fragen werde ich beantworten.

Der heutige Status quo

Der heutige Status quo ist, dass man verneint, dass der Sozialfaschismus existiert. Dies hat seine Wurzeln in späteren Unterschätzungen in der DDR, soweit ich herausfinden konnte, während der Honecker-Ära. In den Anmerkungen zu Werksammlungen, welche nach 1971 erscheinen sind, wird die Sozialfaschismus-These völlig abgelehnt. Von diesen werde ich hier einige Beispiele anführen. Erstes Beispiel: Band IV der „Gesammelten Reden und Schriften“ von Wilhelm Pieck. In einer Anmerkung wird zurückgewiesen, dass die Nutzung des Reichsbanners zum Streikbruch und zu Angriffen auf Kommunisten eine Charakteristik des Sozialfaschismus sei und es wird auf Wilhelm Piecks Rede auf der Brüsseler Parteikonferenz 1935 verwiesen1. Weiterlesen

Stimmen aus der Vergangenheit – Zum Niedergang der SPD

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Die „Volkspartei“ SPD geht zugrunde. Im Wahlkampfjahr 2017 wurde sie doch von den bürgerlichen Medien in höchsten Tönen belobigt, welche den „Schulz-Effekt“ erfanden, den es so nie gegeben hat und man SPD sich als eine Art „alternative innerhalb der Regierung“ verkaufte, indem es anfangs (wie übrigens auch wie Jahre 2013) hieß, dass man keine Neuauflage der Großen Koalition wolle und letztendlich sich doch in das Pöstchengerangel stürzte Anfang diesen Jahres. In diesem Jahr holte die Realität die SPD ein. Von Umfragetief, zu Umfragetief, wie bei einem Fass ohne Boden. In der Bundestagswahl erhielt sie 20,5%1 der Stimmen. Lag die SPD im Februar diesen Jahres Umfragen zufolge noch bei 16%2, so ist sie Anfang Dezember auf 13,5%3 herabgesunken. Also innerhalb von etwas über einem Jahr seit der Bundestagswahl und grade einmal neun Monate seit dem Zusammentreten der neuen Großen Koalition büßte die SPD also ungefähr ein Drittel des Wahlergebnisses in den Umfragen ein.

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„Sozialismus in den Farben der DDR“ – Über den Revisionismus Erich Honeckers – Überarbeitete Version

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Vorwort 1

Diesem Thema wurde aus meiner Sicht jahrzehntelang nicht die notwendige Aufmerksamkeit ge­widmet. Womöglich lag das daran, dass Erich Honecker nach 1990 Mitglied der KPD war und man aus gewissen persönlichen Gründen keine Kritik an ihm üben wollte. Was auch immer die Gründe nun gewesen sein mögen, für einen Marxisten hat nur die objektive Realität Gültigkeit und keine subjektiven Wünsche, keine persönlichen Kungeleien. Mit dieser Überzeugung werde ich auch die­ses Thema behandeln.

Kritik muss an allem geübt werden, um es beurteilen zu können. Ein Fetisch, den man nicht kritisie­ren darf, dürfte jedem, der den dialektischen Materialismus verstanden hat, unbekannt sein. Da ist auch Erich Honecker keine Ausnahme, trotz seines Parteibuches, trotz seiner Lippenbekenntnisse zum Sozialismus. Was letztendlich zählt bei der Bewertung einer Person sind primär die Taten, nicht die Worte.

Zur Form dieses Artikels: Dieser Artikel wird neben einem Abschnitt zur Zeit vor 1971 hauptsächlich die Jahre 1971 bis 1989/90 behandeln, also die Honecker-Ära. Die chronologische Abfolge der Ka­pitel orientiert sich an den Parteitagen der SED. Ausnahme bilden die Kapitel über Honeckers Ver­hältnis zum Maoismus und den „Sozialismus in den Farben der DDR“. Zum Inhalt des Artikels: Der Artikel befasst sich mit der revisionistischen Verwandlung der SED, an der Erich Honecker maßge­benden Einfluss hatte, samt der Anhängerschaft seiner Clique1. Also sei, aufgrund seiner führenden Rolle, der Name Honecker nicht bloß als Einzelperson verstanden, sondern auch als pars pro toto („Ein Teil der für das Ganze steht“).

Nun, genug der Worte vorab – jetzt geht es zur Sache!

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Das Fallen der Maske – Nochmals über Sascha313

Über die Entlarvung des Renegaten Hu Feng schrieb Mao Tsetung einst: „Was falsch ist, bleibt falsch: Die Maske muß herunter.“1 Auch bei Sascha313 musste die Maske fallen und seine Falschheit sich offenbaren. Letztes Mal ging es um seine Rumpelstilzchen-Attitüde zum Artikel über den Revisionismus der Honecker-Ära, zu dem seitdem von seiner Seite auch keinerlei Eigenrecherche geschehen ist, sondern bloß weitere Verleumdungen bis hin zur Behauptung, dieser sei eine „Erfindung“. Das würde stimmen, wenn er damit meinen würde, dass es sich dabei nicht um eine Erfindung unsererseits, sondern von Erich Honecker und co handelt. Aber darum geht es hier heute nicht noch einmal, denn zu diesem Thema wurde alles gesagt und von Saschas Seite kam von Beginn an nur heiße Luft. Angemerkt sei nur, dass er bestreitet, dass die SED eine revisionistische Partei geworden ist. Dazu beschwört er gerne Kurt Gossweiler als eine Art Abgott, aus dem Kontext gerissen, wenn es in sein eigenes, realitätsfremdes Schema passt, unterschlägt jedoch, dass Gossweiler die SED nach 1970 durchaus als eine revisionistische Partei sah und den inneren Zersetzungsprozess, die Sozialdemokratisierung, relativ ausführlich beschrieb2. Genug davon.

Heute geht es um ein viel tieferes Problem: Die Weltanschauung Saschas. In ähnlicher Manier wie den Honecker-Artikel attackiert er auch unseren Artikel über die Leninisierung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, bezichtigt uns, dass dieser Artikel „reich an Worthülsen“ sei und „aus dem Zusammenhang gerissene Pseudo-Fakten“ beinhalte und „im selben Stil“ sei, wie der Artikel über den Honecker-Revisionismus, obwohl dieser Artikel (oh Wunder!) keinen einzigen Satz über die DDR enthält, das wohlgemerkt in einem einzigen Satz und ohne Belege. Deshalb schrieb er entsprechend „wohlinformiert“: Der Autor ganz [sollte wohl „kann“ bedeuten; L. M.] sich der Freude und Zustimmung der DDR-Aufarbeitungsindustrie sicher sein.“ Welch ein Meisterhirn, welch ein Alleswisser! Er braucht offenbar keinerlei Analyse, sondern muss nur mal ein „Machtwort“ sprechen, damit alle sich willenlos seinem Geschwätz unterordnen, so zumindest, wenn es ihm nach ginge. Glücklicherweise gibt es auf der Welt auch Menschen, die ihr Köpfchen zum denken benutzen können, statt in diesem bloß Stuß zusammenzubrauen.

Eine Darlegung der Erkenntnistheorie unter Berücksichtigung von Saschas Fehlern

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Nico Jühe: Zum marxistischen Staatsbegriff

Wir übernehmen nachstehend einen Text von Nico Jühe via Facebook zum Thema marxistische Staatsauffassung. Vielen Dank mal wieder an Nico für seine Analysen.

Auch wenn ich hier ein paar “basics” wiederhole, aber ich muss auf diese noch einmal eingehen, da ich merke, dass viele offenbar dort in einem bestimmten Denkmuster gefangen sind:

Es wird häufig der Fehler gemacht, zwischen “öffentlicher Hand” und Privatiers (Markt) derart zu trennen, dass beide als zwei Prinzipien einander gegenüber gestellt werden. So wird gesagt, die öffentliche Hand wirtschafte per se nach Allgemeinwohl, der Markt nach Profit. Dementsprechend sei für Linke die Forderung klar, die öffentliche Hand zu stärken, auch gegen Privatisierungen zu schützen. Dabei ergibt sich häufig die Illusion, dass dort zwei Gegensätze einander entgegentreten.

1. Der Staat existiert nie unabhängig von den ökonomischen Verhältnissen in einer Gesellschaft, der Staat ist geboren aus der Notwendigkeit um herrschendes Klasseninteresse zum einen durchzusetzen, zum anderen um die zunehmende Entwicklung von Gesellschaft in einer Ordnung zusammenzufassen. Der Staat ist stets die Instanz des herrschenden Klasseninteresses.

2. Daraus wird klar, dass der Staat niemals in einem neutralen Verhältnis zur herrschenden Klasse seiner Zeit steht, wer herrscht bestimmt über die Ordnung, mit der er herrscht. Das ist die Aufgabe des Staates. Dieses verhältnis ist jede noch nicht monokausal: Der Staat gewährt die Ordnung, und auch der Staat kann sich zu einzelnen Elitenrägern feindlich verhalten, die diese Ordnung gefährden. Was er jedoch schützt, worauf alle Herrschaft sich letztlich stützt, ist die Verfügungsgewalt über die Reichtümer einer Gesellschaft, also die Produktionsmittel.

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Wenn die Argumente fehlen – Über Sascha313

Seit ein paar Wochen erreichen uns Zuschriften verschiedener Art, entweder als Email oder als Kommentare, zum Artikel über den Revisionismus der Honecker-Ära. Bisher waren zumeist fehlerhafte Ansichten dabei, aber immerhin wurde versucht zu argumentieren. Zumindest bis auf ein Rumpelstilzchen: Sascha313.

Die nachstehend z.T. angeführten Kommentare von Sascha313 bringen wir der Vollständigkeit halber nach unseren Ausführungen in ihrer Gänze.
Wer unsere Veröffentlichungen kontinuierlich verfolgt, weiß, dass wir die Leistungen der DDR und die DDR selbst in unseren Beiträgen als das Beste, was die deutsche Arbeiterklasse bisher erreicht hat, würdigen. Eine Niederlagenanalyse muss aber notwendiger Weise stattfinden. Weiterlesen

Johannes R. Becher – Der Dichter der Nation

Dieser Artikel ist dem 60. Todestag Johannes Robert Bechers gewidmet. Johannes R. Becher, der Schöpfer der sozialistischen deutschen Nationalhymne und Dichter der Nation, verstarb am 11. Oktober 1958.

Seine Weltanschauung: Der Marxismus-Leninismus

Womit soll man anfangen, wenn man der großen Bedeutung dieses Mannes bewusst wird? Am besten wohl mit seiner Weltanschauung. Er war ein Genosse, ein Marxist-Leninist und begabter Dichter. In Kontakt mit dem Leninismus kam er Anfang der 20er Jahre, als er erstmals Lenins Werk „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ las. Über die Bedeutung dessen schrieb Becher:

„… wer die Schrift Lenins nicht kennt, dem muss das Rätsel unseres Jahrhunderts verschlossen bleiben. Er kann nichts verstehen von dem Entscheidenden, das sich um die Jahrhundertwende herum vollzogen hat, und er wird nur oberflächliche Vorstellungen gewinnen von dem ersten und dem zweiten Weltkrieg, von der Katastrophe unseres Volkes, denn die eigentlichen Triebkräfte, wie sie in Lenins Werk bloßgelegt werden, bleiben ihm verborgen.“1.

Welch große Bedeutung dies für ihn hatte, bezeugt sein weit bekanntes Gedicht „Der an den Schlaf der Welt rührte – Lenin“, wo er seiner Bewunderung für Lenin, die Sowjetunion und den Sozialismus kundtut. Aber nicht nur dort brachte er seine Bewunderung zum Ausdruck. Zum Beispiel sagte er im Gedicht „Wir sind die Kommune“ unter anderem dies: „Wir sind die Kommune. Es siegte schon die große Kommune, die Sowjetunion, unser aller Kommune.“ und „Wir sind die Kommune. Uns führt Lenin. Arbeiter Deutschlands, hört auf ihn! Er spricht im Betriebe. Erkennt eure Kraft. Ihr roten Garden der Arbeiterschaft! Vorwärts, Kommune!“2. Über Gedichte wie diese schrieb Johannes R. Becher im Jahre 1956 zutreffend: „Nicht wenige unserer Werke, die von dem geschichtlichen Ereignis der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution singen und sagen, werden Bestand haben und die Zeiten überdauern.3. Aber nicht nur mit Lenin beschäftigte sich Johannes R. Becher. Auch Mao Tsetung las er. Im Jahre 1958 sagte Becher: „Mao Tse-tung hat den wahren Satz gesprochen: ´Ein unpolitischer Mensch ist ein Mensch ohne Seele.´4 Welch ein tiefer, welch ein wunderbarer Satz. Gerade wir Deutsche, deren Verinnerlichungssucht und apologetische Haltung schon eine Serie von Verhängnissen in unserer Geschichte heraufbeschworen haben, sollten diesen Satz immer gegenwärtig haben.“5. Welch wahre Worte, sowohl von Mao, als auch von Becher!

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Das Lebenswerk von Rainer Rupp

Wir veröffentlichen hier zwei Videos zur Geschichte des Genossen Rainer Rupp. Die kurze Einleitung stammt von Nico Jühe via Facebook.

Rainer Rupp hatte eine Bilderbuch-Karriere bei einer Organisation vorzuweisen, die jeden ihrer Angestellten vor der Einstellung buchstäblich röntge. Rupp war in der Verwaltung der NATO, ganz ganz oben.

Auf dem 70. Geburtstag seiner Mutter erschien plötzlich ein Sondereinsatzkommando, um Rupp und seine Ehefrau wegen schweren Landesverrats zu verhaften. Rupp war als Agent der HVA aufgeflogen. Jahrelang hatte er unter dem Decknamen „Topas“ die geheimsten Angriffs- und Verteidigungspläne der NATO nach Ostberlin verraten.

Im Rahmen dieser Tätigkeiten, für die er zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt wurde, hatte er bei der NATO-Übung “Able Archer“ 1983 durch die Weitergabe entscheidender, “Cosmic Top Secret”- Informationen, auch einen Atomkrieg verhindert, der sich sonst “aus Versehen“ zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion ereignet hätte.

Im Gespräch mit KenFM gibt Rupp das längste und offenste Interview seines Lebens, mit einer Dauer von knapp zweieinhalb Stunden.


Vorrede zum Artikel „´Sozialismus in den Farben der DDR´ – Über den Revisionismus Erich Honeckers“

Wir veröffentlichen hier die Erklärung  unseres Genossen die als Vorrede zu seinem Artikel bzgl. des Revisionismus zu Zeiten Genossen Honeckers gelesen werden sollte:

Da es offenbar zu einigen Missverständnissen gekommen ist betreffend der Intention meines Artikels über den Revisionismus der Honecker-Ära, möchte ich als Autor noch ein paar Worte dazu verlieren.

Ohne Kritik kann jede Organisation […] mit Fäulniskeimen infiziert werden.“ – A. A. Shdanow

(„Referat über die Zeitschriften ´Swesda´ und ´Leningrad´“ [1946] In: A. Shdanow „Über Kunst und Wissenschaft“, Dietz Verlag, Berlin 1951, S. 36.)

Meine Intention war keineswegs, wie man mir von mancher Seite unterstellte, die DDR zu diskreditieren, sondern zu kritisieren, was zu kritisieren ist: Den Revisionismus der Honecker-Ära. Das wird auch beim lesen des Artikels ersichtlich, denn nirgends wird man eine Stelle finden, wo ich die DDR in einer Manier attackiere, wie sie für so manche K-Sekte der 70er Jahre üblich ist, sondern das attackiere, was der DDR und der sozialistischen Sache schadet. Ich sehe sehr wohl die DDR als die bisher höchste Errungenschaft der deutschen Arbeiterklasse, gerade deshalb habe ich diese Analyse verfasst, um vor dem Revisionismus zu warnen, damit man sich in Zukunft vor ihm besser schützen kann, nicht nochmal die gleichen Fehler begeht. Auch dürfte doch auffallen, dass Walter Ulbricht durchaus sehr gut wegkommt, weil seine Grundlinie marxistisch-leninistisch gewesen ist, trotz des revisionistischen Drucks. Hatte er etwa nicht maßgebliche Bedeutung am sozialistischen Aufbau in der DDR? Auch möchte ich keineswegs Genossen vor den Kopf stoßen, die während der Honecker-Ära nach den Prinzipien des Marxismus-Leninismus gehandelt haben, diese stehen hier nicht unter Kritik, sondern die revisionistische Linie von SED und DDR der damaligen Zeit. Dennoch wäre etwas Selbstkritik notwendig, wie es Kurt Gossweiler, der ja bekanntlich ebenfalls Mitglied der SED gewesen ist, auch tat in „Die Entwicklung der SED“ im Kontext der innerparteilichen Taten Erich Honeckers und co: „Wir wussten um diese Praktiken und ihren Widerspruch zum Statut, warum haben wir nicht dagegen opponiert? Die einzig wirksame Gegenstrategie wäre die Mobilisierung der Kontrolle durch die Basis gewesen. Wir befanden uns im Konflikt zwischen unserer Verantwortung für die Einheit der Partei und der Parteidisziplin.“ (Kurt Gossweiler „Wie konnte das geschehen?“, Bd. II, KPD/Offen-siv, Bodenfelde 2017, S. 231). Das soll auch keine persönliche Schuldzuweisung sein, aber eine Anregung eigene Erlebnisse als Parteimitglied zur Verfügung zu stellen, um auch von dieser Seite her die historischen Abläufe aufzuarbeiten und zu analysieren.

Auch sucht unsere Partei doch die Einheit auf Grundlage dieser sechs Prinzipien:

1. Das Ziel des Sozialismus/Kommunismus kann nur auf der Grundlage der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbeiterklasse, dem Marxismus-Leninismus, erreicht werden.
2. Die revolutionäre Erlangung der Macht der Arbeiterklasse und die Errichtung der Diktatur des Proletariats mit ihren natürlichen Verbündeten, der Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit.
3. Die Vergesellschaftung des Eigentums an den entscheidenden Produktionsmitteln.
4. Fester Bestandteil der kommunistischen und Arbeiterparteien ist der proletarische Internationalismus.
5. Die Verteidigung der Errungenschaften der Arbeiterklasse und ihrer natürlichen Verbündeten in allen sozialistischen Ländern. Die DDR war das Beste, was die revolutionäre deutsche Arbeiterklasse in ihrer bisherigen Geschichte erreicht hatte.
6. Hauptursache für die Zerstörung und Beseitigung des Sozialismus auf deutschem Boden war der Revisionismus und Opportunismus. Deshalb führen wir einen konsequenten Kampf gegen Revisionismus, Opportunismus und seine Hauptform, den Antistalinismus.

(Siehe: Die Rote Fahne, Ausgabe April 2017, S. 2)

Mein Artikel ist ein Beitrag zu Punkt 6, denn er beleuchtet die Frage, wie Revisionismus und Opportunismus sich ausgewirkt haben auf die Entwicklung der DDR in der Honecker-Ära und welche Ursachen dieser hatte. Somit wird dieser Beitrag wohl auch dabei behilflich sein, dass unsere Partei ihren sich selbst gestellten Grundbedingungen gerecht wird und somit eine wirkliche Einheit auf Grundlage der sechs Prinzipien verwirklicht werden kann. Viele K-Gruppen, die sich in den 70er Jahren bildeten und bis heute nachwirken, haben sich formiert, da man durchaus sah, dass die SED und DDR einen revisionistischen Kurs am gehen war. Leider kam es zumeist zu falschen Schlussfolgerungen, als sei die DDR von Anfang an revisionistisch gewesen, als sei die DDR nur schlecht gewesen usw. Dieser Artikel setzt sich ja kritisch mit einem Kapitel unserer eigenen Geschichte auseinander (die KPD sieht sich ja ausdrücklich in der Tradition der SED und auch DDR), wo tatsächlich vieles falsch gelaufen ist aufgrund des Revisionismus. Dies dürfte uns auch besser ermöglichen die Einheit zu anderen marxistisch-leninistischen Organisationen zu finden, auch wenn diese ins andere Extrem (die totale Ablehnung der DDR u.a.) abgeschwenkt sind. Auch diese müssen Selbstkritik üben, jedoch hätten wir hiermit unseren Teil dazu beigetragen und sind auch den Prinzipien des Marxismus-Leninismus gerecht geworden (selbst-)kritisch zu analysieren, auch wenn es eben die eigene Vergangenheit ist, um aus den Fehlern und Versäumnissen für die Zukunft zu lernen, nach dem Motto „Die Niederlage ist die Mutter des Erfolgs.“. Und sollten diese doch nicht wie wir nach Einheit streben? Auch dann war es keineswegs falsch den Revisionismus zu kritisieren, denn es wird unserer Arbeit nützlich sein, bei der Agitation und beim künftigen sozialistischen Aufbau. So viel meinerseits.

Bei Fragen ist der Genosse über die E-Mail-Adresse im Impressum zu erreichen.

Zum 125. Geburtstag Walter Ulbrichts – Sein Denken und Handeln

Dieser Artikel ist ein Abriss des politischen Leben des Genossen Walter Ulbricht anlässlich seines 125. Geburtstages am 30. Juni 2018. Er soll dem werten Leser einen Überblick über die Tätigkeit und des Schaffens Ulbrichts vermitteln und auch dessen aktuelle Bedeutung näher bringen. Das Ende des Artikels mag etwas kultig erscheinen, ist jedoch eine Anlehnung an die Darstellung seiner Person zu Lebzeiten.

Angemerkt sei nur, dass dieser Artikel KEINE allumfassende Abwägung und Analyse der Tätigkeit Walter Ulbrichts ist, sondern sei als Artikel zum Gedenken an sein großes Wirken und Schaffen verstanden.

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Zum 125. Geburtstag Walter Ulbrichts –
Sein Denken und Handeln

In diesen Tagen, nämlich am 30. Juni, wäre Walter Ulbricht 125 Jahre alt geworden. Sein Name ist bekannt, sein Handeln und Wirken, besonders sein ideologisches, jedoch kaum. Er wird nicht nur von der Bourgeoisie mit Schmutz beworfen, sondern auch von den meisten Genossen ziemlich unterschätzt. Gestattet mir deshalb darüber einen Überblick zu geben, zu Ehren dieses herausragenden, weisen proletarischen Staatsmannes und marxistisch-leninistischen Theoretikers.

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