Leserbrief zu „Äquidistanz als Krisenerscheinung der kommunistischen Bewegung“

Liebe Leser, im nachfolgenden ein Leserbrief zum Beitrag „Äquidistanz als Krisenerscheinung der kommunistischen Bewegung“1 von Kommunistisches Gespenst: Hallo, “BSW oder KP ist also eine falsche Fragestellung. Was uns Kommunisten interessieren muss, ist vielmehr die Frage, ob das BSW das Potenzial hat als taktischer Zwischenschritt zur Formierung einer KP einen Beitrag zu leisten. … (Arbeiter) … nimmt das BSW wieder dezidiert diese Menschen in den Fokus ihrer Politik.” Hanns Graaf, (irgendwie noch immer) Trotzkist vertritt den gleichen Standpunkt, den ich hier

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Die DKP-Programmatik und die ideologische Positionierung der KO – Eine halbherzige Distanzierung

Hier auch als PDF verfügbar. Vorbemerkung: Es war nicht vorgesehen, dass diese Kritik veröffentlicht wird. Da die KO sich aber wieder einmal zu einem revisionistischen Großangriff gegen Mao Tsetung verstiegen hat1, sehe ich die Notwendigkeit dazu. Es gibt Genossen, die die Kommunistische Organisation jahrelang regelrecht anhimmelten als eine Hoffnung. Spätestens seit der Spaltung der KO in zwei rivalisierende Organisationen gleichen Namens im Januar 2023, die KO (Göttingen) und die KO (Frankfurt), ist diese Hoffnung weitestgehend verflogen und in einen Lagerkampf

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Äquidistanz als Krisenerscheinung der kommunistischen Bewegung – Oder: Linkes Sektierertum wird den Aufbau der Kommunistischen Partei nicht beschleunigen

Verehrte Leser, im Folgenden bieten wir einen Beitrag von Kommunistisches Gespenst dar. „Man muss die größte Treue zu den Ideen des Kommunismus mit der Fähigkeit vereinen, alle notwendigen praktischen Kompromisse einzugehen, zu lavieren, zu paktieren, im Zickzack vorzugehen, Rückzüge anzutreten und ähnliches mehr.“1 – Lenin Nach jahrelangem Hin und Her ist es nun endlich so weit. Das Wagenknechtlager hat beschlossen eine eigene Partei zu gründen, vorläufig soll das Projekt „Bündnis Sahra Wagenknecht – für Vernunft und Gerechtigkeit“ heißen. Innerhalb großer

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Hermann Heller – Ein Rechter? – Wie Rechtsextreme versuchen sozialistische Autoren zu kapern

Zufälligerweise bin ich auf eine alarmierende Tatsache gestoßen: Rechtsextreme sind dazu übergegangen, sozialistische Schriftsteller, die sich als Patrioten verstanden, zu kapern. Der weit verbreitete nationale Nihilismus innerhalb der linken Szene, deren negativen Auswüchse bis weit in die sozialistische Bewegung spürbar sind, ermöglichte dies überhaupt. Der rechtsextreme Jungeuropa Verlag veröffentlichte bereits 2019 das Werk „Sozialismus und Nation“ von Hermann Heller, einem Sozialdemokraten aus der Weimarer Zeit. Hermann Heller war kein herausragender Theoretiker. Er war ähnlich wie Walther Rathenau, aber mit sozialistischem

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Noch mehr über Krisenfolgen

Ich hatte bereits im vergangenen Jahr die kommenden wirtschaftlichen Folgen der globalen Krisen angeschnitten und, dass wir diese zur Agitation nutzen sollten1. Seitdem hat sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert. Deshalb ist ein Update notwendig. Es wird sich im Nachfolgenden nicht um eine tiefschürfende Analyse der derzeitigen Lage handeln, aber dafür um eine Bandbreite an Schlaglichtern. Die Inflationsrate ist mittlerweile von Spitzenwerten von 8,8% im Oktober und November 2022 gesunken auf einen Wert von 4,5% im September 20232. Das heißt,

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Der Untergang Weimars – Bürgerliche Mythen und die Realität

Hier auch als PDF. Ein jeder, der in der BRD zur Schule gegangen ist, kennt geläufige Mythen zum Untergang der Weimarer Republik. Diese wurden und werden gestreut, um die BRD historisch zu legitimieren, obwohl diese genauso ein bürgerlicher Staat ist, wie die Weimarer Republik es auch war und mit den Amerikanern kooperierende Altnazis ihren Apparat aufbauten. Letztendlich werden diese Mythen auch gestreut, um mehr demokratische Beteiligung des Volkes als „rechts“ abtun zu können, denn viele Behauptungen drehen sich um den

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Linkssein versus Klassenbewusstsein

Linkssein ersetzt in den Augen allzu vieler Genossen allzu häufig die Bedeutung des Klassenbewusstseins. Es gibt, angeregt von Einflüssen aus den USA, Bestrebungen eine „linke Einheit“ zu erschaffen. Diese Genossen machen sich offenbar wenig Gedanken darüber, was Linkssein für sich als links verstehende Personen überhaupt bedeutet. Die meisten Leute bezeichnen sich heutzutage nämlich als „links“, um nicht „rechts“ zu sein. Inhaltlich sind sie dann aber bloß liberal. Im Jahre 2015 erschien eine Studie unter dem Titel „Politisches Engagement und Selbstverständnis

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Maulkörbe durch Sprechtabus – Die Zerstörung der Debattenkultur durch sogenannte „Politische Korrektheit“

Hier auch als PDF abrufbar. Debatten der heutigen Zeit bestehen allzu häufig aus dem Herunterbeten auswendig gelernter Dogmen, wie etwa: Toleranz, Diversität, Respekt, religiöse Vielfalt, Identitätsunterschiede und viele weitere. Um diese Dogmen nicht zu verletzen, wird über sie entweder gar nicht oder nur positiv gesprochen. Das Ergebnis ist lediglich, dass über Probleme nicht gesprochen wird und sie somit ungelöst bleiben. Dadurch wird die Lage nur noch schlimmer. In diesem Artikel sollen Sprechtabus angesprochen und durchbrochen werden. Moliére schrieb in seinem

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Einstehen für Ulbrichts Nachfolge – Alfred Neumann zum Gedenken

Hier steht der Artikel auch als PDF zum Download zur Verfügung. Alfred Neumann ist in der Geschichte der Arbeiterbewegung in Deutschland in Vergessenheit geraten. Der Grund liegt wohl darin, dass er sich vor 1989 nicht offen kritisch gegenüber dem Revisionismus unter Erich Honecker zeigte. In der offiziellen Geschichtsschreibung, sowohl in der BRD als auch der DDR unter Erich Honecker ab 1971, ist der Mythos verbreitet, dass Erich Honecker von Walter Ulbricht zum Nachfolger auserkoren worden sei. Kurt Gossweiler äußerte Zweifel

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Unter dem Banner Ernst Thälmanns und Walter Ulbrichts – Zum 50. Todestag Hermann Materns

Hier auch als PDF abrufbar. Am 24. Januar 1971 verstarb Hermann Matern nach einem kampferfüllten Leben für die sozialistische Revolution in Deutschland. Er war ein bedeutender deutscher Marxist-Leninist, Kämpfer für den Sozialismus und Kommunismus und enger Genosse an Walter Ulbrichts Seite. Sein Bekanntheitsgrad liegt aber weitaus niedriger als der seines Kampfgefährten. Dabei war Hermann Matern sogar zwei Wochen älter als Walter Ulbricht. Hermann Matern wurde am 17. Juni 1893 geboren, Walter Ulbricht am 30. Juni desselben Jahres. Wie auch Walter

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