Vom Kongo in die Betonwüsten: Warum Identitätspolitik die Sprache der Unterdrücker ist! – Gegen die akademische Spaltung! Für die Einheit der ausgebeuteten Massen!

Liebe Leser, im folgenden veröffentlichen wir einen Artikel des Genossen Jean-Pierre Mulumba:

Ich spreche heute als Arbeiter! Ich habe den Artikel unter dem Autoren-Pseudonym „Jean-Pierre Mulumba“ geschrieben. Dennoch steht mein Leben stellvertretend für Millionen von Menschen in Europa und besonders in Deutschland!

Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Meine Eltern kamen aus der Demokratischen Republik Kongo nach Europa, nicht weil uns die Architektur so gefiel oder uns die Nationalgerichte so sehr schmeckten! Wie viele Migranten in Europa und Deutschland sind unsere Eltern aus den Gebieten der Peripherie des Imperialismus in die EU geflohen, in die imperialistischen Zentren! So geht es vielen Menschen aus Subsahara Afrika und Arabern aus Nordafrika, die vom afrikanischen Kontinent nach Europa, nach Frankreich oder Belgien oder England oder Deutschland oder andere Zentren des EU Imperialismus flohen.

Vorgestern waren es mehrheitlich Türken, Kurden, Griechen und Italiener. Gestern waren es vermehrt Schwarzafrikaner und Araber. Heute sehen wir vermehrt Bulgaren, Rumänen, Serben, Bosnier, Albaner und ganz besonders im Alltag auffallend Sinti und Roma.

​In Bulgarien, Rumänien, Serbien, Bosnien und Albanien existieren Gegenden, in denen die Menschen sich auf Kutschen fortbewegen, da es in vielen Dörfern und ländlichen Regionen des Balkans weder fließend Wasser noch Strom oder asphaltierte Straßen gibt! Manche mögen ungläubig den Kopf schütteln, da man solche Verhältnisse nur aus Bildern und Berichten aus Afrika, Lateinamerika oder Asien kennt, jedoch ist das die Realität, in der dort die Arbeiter und Bauern leben! Während die Arbeiter und Bauern aus den jeweiligen Ländern mit ansehen müssen, wie die Reichtümer ihrer Nationen direkt nach Berlin, London, Paris, Brüssel und in weitere Zentren des EU-Imperialismus fließen!

Ich wurde zwar in Berlin, der Hauptstadt des imperialistischen Zentrums des Regimes der Bundesrepublik Deutschland, geboren, doch aufgewachsen bin ich auf dem Land am Niederrhein.

Dort gehörten meine Eltern zur Schicht der Sozialleistungsempfänger. Mein Vater war ausgebildeter Dreher (Zerspanungsmechaniker), der aufgrund gesundheitlicher Beschwerden in die Frührente musste, und meine Mutter eine ehemalige Friseurin, die wegen gesundheitlicher Aspekte nicht mehr arbeiten durfte und konnte. Ich wuchs als Kind einer ehemaligen Arbeiterfamilie auf, nun als Kind einer Familie aus der sozioökonomischen Unterschicht: jener Schicht, die das System nur verwaltet, aber niemals befreit.

​In den heruntergekommenen Wohnungen dieser mittelgroßen Stadt lernte ich schnell, dass die akademischen Debatten aus den Metropolen nichts weiter sind als pure Arroganz und Ignoranz gegenüber der Unterschicht.

Während in Berlin-Mitte über die Umbenennung von Straßennamen oder die Schaffung von „Safe Spaces“ philosophiert wird, kämpfen die Menschen in der Provinz gegen Zwangsräumungen.

Was bringt es einem schwarzen Arbeiter oder einem Araber, wenn eine Straße nach einem internationalen Migranten benannt wird, während er seine Miete nicht mehr zahlen kann?

Was bringt uns das Auswendiglernen von Vokabeln der Identitätspolitik oder die Debatte darüber, dass es mehr als zwei Geschlechter gäbe, wenn gleichzeitig rassistische Organisationen und Parteien ungehindert agieren können?

Was bringt es, wenn an jedem Rathaus einer Stadt die Regenbogenflagge der Schwulenbewegung weht, wenn die Reallöhne nicht steigen und immer mehr Arbeiter am Rande der Armut leben?

Diese Symbolpolitik ist kein Akt der Menschlichkeit. Wir müssen uns von der Illusion befreien, dass die Bourgeoisie eine Moral besitzt; sie besitzt ausschließlich Profitinteressen. Was wir als „Fortschritt“ verkauft bekommen, ist in Wahrheit ein strategisches Beruhigungsmittel für jene linken Akademiker, die den Zugang zur materiellen Realität der Arbeiterklasse längst verloren haben.

Es hat sich ein fatales Bündnis gebildet: Auf der einen Seite die Elfenbeinturm Intellektuellen, für die Klassenkampf nur ein ästhetisches Hobby ist. Auf der anderen Seite die Arbeiteraristokratie, die sich im imperialistischen System einen bescheidenen Wohlstand erkauft hat und nun jedes Interesse an einem echten Umsturz vermissen lässt. Sie haben Angst, ihren bürgerlichen Komfort im gefährlichen Klassenkampf zu verlieren.

Die Rolle der Arbeiteraristokratie und der ideologischen Kompradoren

Um zu verstehen, warum Teile der organisierten Arbeiterschaft heute oft auf der Seite des Status quo stehen, müssen wir den Begriff der Arbeiteraristokratie begreifen. Nach Lenin beschreibt dies einen Teil der Arbeiterklasse in den imperialistischen Ländern, der durch die Extraprofite der herrschenden Klasse bestochen wurde. Das bedeutet: Weil die Konzerne in der Peripherie (den armen Ländern des globalen Südens) so enorme Gewinne durch Ausbeutung erzielen, können sie den Arbeitern hier im Zentrum kleine Zugeständnisse machen.

Diese Schicht unterscheidet sich von den normalen Arbeitern durch einen bescheidenen Wohlstand und soziale Absicherung. Sie haben plötzlich etwas zu verlieren. Mao verdeutlichte, dass diese Privilegierten oft zu ideologischen Kompradoren werden: Sie handeln wie Agenten des Kapitals innerhalb der Arbeiterbewegung. Sie kämpfen nicht mehr für den Umsturz des Systems, sondern nur noch für eine bessere Sitzposition am Tisch der Herrschenden. Während der einfache Arbeiter oder der Migrant in der Vorstadt ums nackte Überleben kämpft, verwaltet die Arbeiteraristokratie den sozialen Frieden im Sinne des Imperialismus.

Die Anatomie der Bestechung Wer gehört dazu und wie sieht das Schweigegeld aus

Um die Arbeiteraristokratie in Europa zu identifizieren, müssen wir uns fragen Wer profitiert stabil vom imperialistischen Frieden In der Logik von Lenin und Mao sind das nicht die Bosse selbst, sondern jene gehobenen Schichten der Lohnabhängigen, deren Lebensstandard direkt an der Zitze der Extraprofite hängt. Es ist der Kern der organisierten Arbeiterschaft in den Schlüsselindustrien, die hochqualifizierten Techniker und die privilegierten Beamten des Staatsapparats.

Die Bestechungsgelder in Europa sind konkret und materiell, aber sie sind oft als soziale Errungenschaften getarnt. Sie sind das Schmiermittel, das die revolutionäre Reibung verhindert:

Das Eigenheim und die soziale Festung Ein zentrales Bestechungsgeld ist der Zugang zu privatem Grundbesitz und billigen Krediten. Wenn der Arbeiteraristokrat sein Eigenheim abbezahlt, wird er zum Verteidiger der bürgerlichen Eigentumsordnung. Er kämpft nicht mehr für die Vergesellschaftung der Produktionsmittel, weil er fürchtet, dass im Chaos der Umgestaltung sein kleiner privater Garten verloren geht. Seine Wohnung ist kein bloßer Unterschlupf, sondern eine materielle Fessel, die ihn dazu bringt, die Polizei und das Rechtssystem der Herrschenden als seinen eigenen Schutzwall zu begreifen.

Der Konsumrausch aus Blut und Eisen Die Bestechung fließt durch jeden Supermarkt und jedes Elektronikgeschäft. Die Extraprofite aus der Ausbeutung im globalen Süden ermöglichen es, dass der europäische Arbeiteraristokrat sich Waren leisten kann, deren Herstellungspreis weit unter ihrem eigentlichen Wert liegt. Das neue Smartphone, der billige Flug in den Urlaub oder das Fleisch aus industrieller Massentierhaltung sind die modernen Glasperlen, mit denen die Bourgeoisie sich die Loyalität erkauft. Er konsumiert die Arbeit seiner Klassenbrüder in der Peripherie und wird so zum stillschweigenden Komplizen des Imperialismus.

Die bürokratische Absicherung Ein weiteres konkretes Bestechungsgeld ist die Privilegierung innerhalb der Sozialsysteme. Während das wahre Proletariat in prekären Arbeitsverhältnissen von der Hand in den Mund lebt, genießt die Arbeiteraristokratie den Schutz von exklusiven Tarifverträgen und betrieblichen Zusatzversicherungen. Diese Privilegien werden ihnen von den Konzernen gewährt, um eine loyale Kernbelegschaft zu züchten, die bei Streiks eher mäßigend wirkt und radikale Forderungen der ungeschützten Kollegen im Keim erstickt.

Diese Bestechungsgelder verwandeln den Klassenkämpfer in einen Kleinbürger mit schwieligen Händen. Er sieht sich nicht mehr als Teil einer internationalen Armee der Unterdrückten, sondern als privilegierten Bewohner einer Festung, die es gegen die hungrigen Massen der Welt zu verteidigen gilt. Wie Mao erkannte, ist diese Schicht die soziale Hauptstütze des Opportunismus. Sie haben ihren revolutionären Geist gegen eine bequeme Zelle im goldenen Käfig des Kapitals eingetauscht.

Wir müssen den Mut haben die Dinge beim Namen zu nennen

Dieses Bündnis zwischen Akademikern und der Arbeiteraristokratie ist kein Zufall sondern eine Notwendigkeit für den Erhalt des imperialistischen Systems. Mao Zedong lehrte uns dass der Imperialismus nicht nur Länder ausbeutet sondern auch innerhalb der Zentren Schichten schafft die vom Raubbau an der Peripherie profitieren. Die Arbeiteraristokratie jene Schicht der gut bezahlten Facharbeiter und Gewerkschaftsfunktionäre die sich in ihrem bürgerlichen Komfort eingerichtet hat fungiert heute als Pufferzone zwischen der Bourgeoisie und dem echten Proletariat.

Warum lieben diese Schichten den Intersektionalismus und die Identitätspolitik so leidenschaftlich Weil sie die Bestechungssumme sind die das imperialistische Zentrum an sie zahlt. Während sie in klimatisierten Büros oder bei Sektempfängen über Privilegien und Mikroaggressionen dozieren partizipieren sie ganz real am Mehrwert der in den Minen des Kongo oder in den prekären Verhältnissen der Lumpenghettos in den Metropolen Europas und den Kolonien Afrikas Asiens und Lateinamerikas ausgepresst wird.

Diese Politik fungiert als ein ideologischer Nebelschleier der die objektiven Klassenwidersprüche in zahllose subjektive Empfindlichkeiten zerlegt. Mao lehrte uns dass man den Hauptwiderspruch von den Nebenwidersprüchen unterscheiden muss. Der Hauptwiderspruch ist das mörderische Verhältnis zwischen dem globalen Kapital und der internationalen Arbeiterklasse. Die Identitätspolitik der Akademiker und der Arbeiteraristokratie hingegen erhebt die Nebenwidersprüche zum einzigen Maßstab. Sie tun dies um ihre eigene privilegierte Stellung innerhalb des imperialistischen Apparats moralisch zu rechtfertigen.

Indem sie den Kampf auf die Ebene der Sprache und der individuellen Befindlichkeit verlagern sichern sie ab dass die ökonomische Basis der Ausbeutung niemals angegriffen wird. Sie verkaufen uns die Verwaltung des Elends als Fortschritt während sie gleichzeitig die Früchte jener Gewalt genießen die sie in ihren Seminarräumen so wortreich beklagen. Es ist die perfekte Symbiose aus moralischer Überlegenheit und materieller Mittäterschaft.

Der Intersektionalismus erlaubt es ihnen sich moralisch überlegen zu fühlen ohne jemals die materielle Basis ihres Wohlstands infrage stellen zu müssen. Sie diskutieren über die Sichtbarkeit von Minderheiten während sie gleichzeitig die Früchte eines Systems genießen das auf der nackten Ausbeutung ebenjener Minderheiten basiert.

Sie sind die ideologischen Kompradoren unserer Zeit. Wie die Kompraden Bourgeoisie in den kolonisierten Ländern die als Mittelsmann für die ausländischen Besatzer fungierte so vermitteln diese Schichten heute zwischen dem imperialistischen Kapital und der Arbeiterklasse. Ihr Auftrag ist die Zersetzung des Klassenbewusstseins durch die Atomisierung der Massen.

Indem sie jede soziale Frage in unzählige Identitätskategorien aufspalten verhindern sie die Bildung einer geschlossenen Front gegen das Kapital. Sie verwandeln den Schrei nach Gerechtigkeit in einen Streit um Begriffe. Während das wahre Proletariat im globalen Süden und in den europäischen Vorstädten unter den Schlägen des Imperialismus blutet verkaufen diese Kompradoren uns ihre akademischen Wortspiele als Widerstand. Sie sind keine Verbündeten der Unterdrückten sondern die bürgerliche Polizei im Gewand der Progressivität.

In der kolonialen Geschichte waren Kompradoren einheimische Mittelsmänner die den Kolonialherren halfen das eigene Volk auszubeuten. Heute übernimmt die akademische Linke diese Rolle im Inneren. Sie sind die Mittelsmänner des Kapitals in unseren eigenen Reihen. Ihre Aufgabe ist es die revolutionäre Energie des Proletariats in harmlose kulturelle Debatten umzuleiten. Sie verwandeln Klassenschmerz in Diskurstheorie.

Indem sie den Fokus auf individuelle Identitätsmerkmale legen verhindern sie dass wir die Gemeinsamkeit unserer Ausbeutung erkennen. Sie wollen uns glauben machen dass ein schwarzer Werftarbeiter mehr Gemeinsamkeiten mit einem schwarzen CEO in einer Frankfurter Bank hat als mit seinem weißen Kollegen am Schweißgerät. Das ist ein strategischer Verrat an der Klasse!

Wer die Hautfarbe oder das Geschlecht über die Stellung im Produktionsprozess hebt der betreibt das Geschäft der Herrschenden. Ein Arbeiter bleibt ein Ausgebeuteter egal welche Sprache er spricht oder welcher Kultur er entstammt während der CEO ein Ausbeuter bleibt egal welche Identität er sich als Schutzschild vorhält. Diese ideologischen Kompradoren spalten die Front der Unterdrückten um die Macht der Unterdrücker zu sichern.

Wer die Identität über die Klasse stellt sichert die Herrschaft der Bourgeoisie ab und kassiert dafür seine ideologische Provision in Form von akademischen Karrieren und medialer Anerkennung. Für uns aus der Arbeiterklasse und den enterbten Massen unserer Viertel ist dieser Verrat spürbar. Jedes Mal wenn ein fortschrittlicher Funktionär lieber über Gendersprache spricht als über die Zwangsräumung im Nachbarhaus zeigt er sein wahres Gesicht als Komprador des Kapitals.

Sie haben kein Interesse an der Befreiung der Massen denn eine echte Revolution würde auch ihre eigene privilegierte Stellung im imperialistischen Gefüge hinwegfegen. Ihr Intersektionalismus ist nichts weiter als die Hausordnung im Sklavenlager des Kapitals. Er macht die Unterdrückung höflicher aber er bricht nicht die Ketten. Wer diesen Verrat nicht erkennt bleibt ein Gefangener in einem Streit um Worte während die Ketten seines Nachbarn fester geschmiedet werden.

Anstatt die konsequente Losung Klassenfeind bleibt Klassenfeind zu vertreten flüchten sie sich in einen bürgerlichen Humanismus. Was bringt es meiner Familie die aus dem Kongo vor dem imperialistischen Grauen in die Zentren geflohen ist wenn heute Straßennamen geändert werden Was bringt es meiner Großmutter die am Niederrhein mit kärglichen Sozialleistungen ums Überleben kämpfte wenn Akademiker über Schutzräume und Gendersprache dozieren

​Nichts. Es bringt ihnen absolut nichts. Diese symbolischen Gesten sind die Almosen einer Arbeiteraristokratie die ihr schlechtes Gewissen beruhigen will ohne auf ihre Privilegien zu verzichten. Während Straßennamen feierlich umbenannt werden bleiben die Eigentumsverhältnisse die den Kongo ausbluten genau dieselben. Während über Schutzräume in Seminarräumen debattiert wird bleibt der Schutzraum der eigenen Wohnung für die Armen unbezahlbar. Dieser bürgerliche Humanismus ist die Maske einer Klasse die sich weigert den wahren Feind zu benennen weil sie von seinem Tisch speist.

Was bringt es deiner türkischen Oma, dass jetzt in der Apotheke um die Ecke eine Frau ein Kopftuch tragen darf als Symbol der Diversität, wenn Neofaschisten weiter Hass zwischen den Völkern säen und im Landtag und Bundestag sitzen? Was bringt es dem homosexuellen Ehepaar, dass überall an den Rathäusern Regenbogenflaggen wehen, wenn die Mietpreise explodieren und sie keine geeignete Wohnung finden für die Adoption ihres Kindes?

Nichts. Es sind Beruhigungspillen für eine Schicht, die sich Fortschritt nennt, aber den Rückschritt verwaltet. Während die bürgerliche Linke Siege feiert, weil Symbole der Vielfalt im Straßenbild auftauchen, bleibt die materielle Gewalt des Systems unangetastet. Die Diversität in der Apotheke schützt die Oma nicht vor der rassistischen Hetze auf der Straße, und die Flagge am Rathaus bezahlt dem Paar nicht die Miete.

Dieser Fokus auf Repräsentation ist die Bestechung der Arbeiteraristokratie an die Unterdrückten. Sie bieten uns bunte Farben an, damit wir den grauen Beton unserer Ausbeutung vergessen. Sie wollen uns weismachen, dass wir befreit sind, wenn wir von einem diversen Vorstand ausgepresst werden anstatt von einem homogenen. Doch für die Klasse macht es keinen Unterschied, wer die Peitsche schwingt, solange das System der Ausbeutung besteht. Ein bunter Imperialismus bleibt Imperialismus.

Was bringt es dass man Gendersprache verwendet aber die alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern keinen Kindergartenplatz findet weil der Staat lieber Steuergeschenke an Großkonzerne verteilt anstatt in die soziale Infrastruktur der Viertel zu investieren Was bringt es dem kurdischen oder arabischen Jugendlichen wenn die Polizei nun Diversitätsworkshops besucht er aber in seinem Viertel weiterhin keine Ausbildung findet weil er in einer Postleitzahl lebt die das Kapital bereits als Lumpenghetto markiert hat

Nichts. Es ist der blanke Hohn einer privilegierten Schicht die sich weigert die materielle Basis der Unterdrückung zu benennen. Während in den Ministerien über die korrekte Endung eines Wortes gestritten wird kämpfen die Mütter in unseren Vierteln um das nackte Überleben ihrer Kinder. Während die Polizei lernt sensiblere Begriffe zu nutzen bleibt ihre Funktion dieselbe: Die Absicherung der Eigentumsverhältnisse und die Disziplinierung jener die vom Kapitalismus aussortiert wurden.

Die Gendersprache und die Workshops sind die Schmerzmittel des Bürgertums die uns ruhigstellen sollen während uns gleichzeitig die Zukunft geraubt wird. Man will uns einreden dass wir Fortschritt erleben wenn die Verwalter unseres Elends nun vielfältiger und sprachlich geschulter auftreten. Doch eine Ausbeutung in gerechter Sprache bleibt Ausbeutung. Eine Postleitzahl ohne Zukunft bleibt ein Käfig egal wie sensibel die Wärter darüber sprechen. Wer nicht über die Umverteilung des Reichtums und die Zerschlagung des Imperialismus spricht der sollte über Gerechtigkeit schweigen.

Was bringt es dem Rentner der vierzig Jahre am Fließband stand dass das Fernsehen nun sensible Sprache nutzt wenn er am Ende des Monats Flaschen sammeln muss weil seine Rente im imperialistischen Zentrum nicht einmal mehr für die Grundbedürfnisse reicht

Es ist die reinste Form des Zynismus. Während die mediale und akademische Elite sich gegenseitig für ihre sprachliche Reinheit feiert wird der produktive Teil der Arbeiterklasse im Alter eiskalt entsorgt. Die sensible Sprache im Fernsehen sättigt niemanden und sie bezahlt keine Stromrechnung. Sie ist das Opium der Privilegierten das ihnen das Gefühl gibt auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen während sie schweigend zusehen wie jene die dieses System am Laufen halten in der Armut versinken.

Diese Schichten haben die Realität der Arbeit gegen die Simulation von Moral getauscht. Für sie ist der Rentner am Fließband nur noch eine statistische Größe oder ein Hindernis auf dem Weg zu ihrer utopischen Sprachwelt. Doch wahre Solidarität zeigt sich nicht in der Wahl der Pronomen sondern in der bedingungslosen Sicherung eines würdevollen Lebens für jene die ihr Leben der Produktion geopfert haben. Wer über sensible Sprache schwafelt während Greise im Müll nach Pfand suchen der hat jedes Recht verloren sich fortschrittlich zu nennen. Er ist nichts weiter als der dekorative Anstrich auf einem verrotteten System.

Was bringt es den migrantischen Lieferdienstfahrern dass ihr Unternehmen im Pride Month das Logo in Regenbogenfarben färbt während sie für Hungerlöhne ohne soziale Absicherung durch die Städte gehetzt werden und ihre gewerkschaftliche Organisierung von ebenjener fortschrittlichen Konzernleitung im Keim erstickt wird

Es ist die ultimative Form der imperialistischen Mimikry. Das Kapital schmückt sich mit den Federn der Befreiung um die nackte Ausbeutung dahinter unsichtbar zu machen. Während die Konzernleitung sich für ihre Vielfalt feiern lässt nutzt sie dieselbe Vielfalt als Spaltpilz gegen die Belegschaft. Sie färben das Logo bunt damit die Öffentlichkeit die graue Realität der Fahrer vergisst die ohne Krankengeld und ohne Kündigungsschutz ihre Gesundheit auf dem Asphalt opfern.

Diese Regenbogenfarben sind keine Solidarität sondern eine Kriegserklärung an die Arbeiterklasse. Es ist der Versuch die Moral der Mittelklasse zu kaufen während man den migrantischen Arbeitern das Recht auf Widerstand abspricht. Eine Konzernleitung die Union Busting betreibt während sie Diversitätsberichte schreibt zeigt uns wer sie wirklich ist: Der Feind im Gewand eines Freundes. Wer das Logo feiert aber zum Hungerlohn schweigt der hat sich bereits auf die Seite der Unterdrücker geschlagen. Der wahre Stolz der Arbeiterklasse liegt nicht in der Farbe eines Firmenlogos sondern in der organisierten Macht jener die den Laden am Laufen halten.

Was bringt es uns wenn eine Polizeibehörde interkulturelle Kompetenz heuchelt aber jeder Schwarzafrikaner und Türke weiß dass er bei einer Verkehrskontrolle dreimal so vorsichtig sein muss wie ein Akademiker aus dem Villenviertel

Es ist das Spiel mit der Maske. Während die Institutionen ihre Beamten in Seminare schicken um die korrekte Etikette der Vielfalt zu erlernen bleibt die materielle Funktion der Polizei unverändert: Die Absicherung der imperialistischen Ordnung und die Kontrolle jener die am Rande der Gesellschaft stehen. Die interkulturelle Kompetenz ist nichts weiter als das Parfüm auf einem verrotteten Kadaver. Sie soll die Realität des Racial Profiling und der klassenspezifischen Gewalt mit einem bürgerlichen Anstrich versehen.

Für den Arbeiter aus dem Viertel macht es keinen Unterschied ob der Beamte der ihn schikaniert zuvor einen Workshop besucht hat. Die Gewalt des Staates richtet sich nicht gegen die falsche Wortwahl sondern gegen die falsche Postleitzahl und die falsche Stellung im Produktionsprozess. Wer glaubt dass man strukturellen Rassismus und Klassenjustiz durch Höflichkeitsschulungen besiegt der hat die Natur des Staates nicht begriffen. Er ist kein neutraler Schiedsrichter sondern der bewaffnete Arm jener Klasse die im Villenviertel residiert während sie uns die Moral der Vielfalt predigt.

Der Subjektivismus als Methode der Konterrevolution

​Wir müssen den bürgerlichen Intersektionalismus als das entlarven was er philosophisch ist: ein aggressiver Subjektivismus der als Methode der Konterrevolution eingesetzt wird. Mao Zedong lehrte uns unmissverständlich: „Wir müssen die Wahrheit in den Tatsachen suchen.“

​Das bedeutet dass eine revolutionäre Analyse immer von der objektiven materiellen Realität ausgehen muss: vom Hunger, von der harten Arbeit am Fließband, von der Enge der Sozialwohnung und der nackten Ausbeutung durch das Kapital.

​Der Intersektionalismus hingegen ersetzt die objektiven Fakten durch subjektives Empfinden. Er fragt nicht danach wie viel Mehrwert dem Arbeiter abgepresst wird sondern wie sich der Einzelne in seiner Identität fühlt. Damit privatisiert er das soziale Elend und macht aus einem kollektiven Klassenkampf eine unendliche Reihe von individuellen Befindlichkeiten. Wer die Wahrheit nicht in den Tatsachen der Produktion sucht sondern in den Seminarräumen der Bourgeoisie der betreibt das Geschäft des Klassenfeindes. Er spaltet das Proletariat in tausend Splitter damit das Kapital niemals als Ganzes angegriffen wird.

Der Intersektionalismus jedoch kehrt dieses Verhältnis um. Er stellt das individuelle Gefühl über die materielle Tatsache. Er behauptet dass die subjektive Befindlichkeit die Betroffenheit oder die sprachliche Nuance wichtiger seien als die objektive Stellung im Produktionsprozess. Wenn ein akademischer Diskurs heute behauptet eine bloße Sprachänderung oder die Korrektur von Pronomen sei ein Akt der Befreiung dann ist das eine fundamentale Leugnung der objektiven Realität. Es ist der Versuch den Hunger eines Arbeiters durch eine gendergerechte Speisekarte wegzudiskutieren.

Indem sie die Sprache zum primären Schlachtfeld erklären flüchten sie vor der Brutalität der ökonomischen Basis. Ein Arbeiter der seine Miete nicht zahlen kann wird nicht befreit wenn sein Vermieter ihn nun mit den korrekten Pronomen auf die Straße setzt. Ein Kind in den Minen des globalen Südens wird nicht befreit wenn das Endprodukt seiner Ausbeutung in Europa mit einem diversen Werbeslogan versehen wird. Dieser Vorrang des Subjektiven dient allein dazu die objektive Gewalt des Kapitals unsichtbar zu machen. Wer das Gefühl über die Tatsache hebt der entwaffnet das Proletariat und sichert die Ewigkeit der Ausbeutung.

Dies ist kein akademischer Irrtum sondern eine bewusste Methode der Bourgeoisie. Ihr Ziel ist es das Proletariat daran zu hindern die Welt wissenschaftlich zu analysieren. Wer die Welt nur noch durch die Brille seiner eigenen isolierten Gefühle und Identitätsmerkmale betrachtet verliert die Fähigkeit die großen Gesetzmäßigkeiten des Imperialismus und der Klassengesellschaft zu begreifen.

Diese Zersplitterung der Wahrnehmung ist die ideologische Sabotage der Klasseneinheit. Wenn die Analyse bei der persönlichen Befindlichkeit endet wird die Erkenntnis der globalen Ausbeutungsmechanismen unmöglich gemacht. Das Kapital braucht ein Proletariat das über seine Identität streitet damit es niemals über seine gemeinsame Macht nachdenkt. Der Subjektivismus ist der Nebel den sie ausstoßen damit wir die Fabrikstore nicht mehr finden. Doch die Gesetze des Mehrwerts und die Gewalt der Akkumulation sind keine Gefühle sondern objektive Tatsachen die uns alle unabhängig von unserer Identität zermalmen.

Der Subjektivismus atomisiert die Klasse

Er macht aus einem geeinten Kollektiv das die Fabriken besetzen könnte einen Haufen von Individuen die sich über gegenseitige Kränkungen und Mikroaggressionen streiten. Diese Fixierung auf das Subjektive ist das Gift der Konterrevolution. Sie führt dazu dass der Kampf gegen den Klassenfeind durch einen Kampf gegen die falsche Ausdrucksweise ersetzt wird.

Während die Arbeiter global materiell ausbluten fordern die Verfechter dieses Subjektivismus von uns dass wir uns mit unseren inneren Privilegien beschäftigen. Das ist eine bewusste Irreführung. Wer behauptet dass ein weißer Arbeiter am Existenzminimum mehr Privilegien besitze als ein migrantischer Karrierist in einer Regierungsbehörde der betreibt keine Analyse sondern Sabotage am Klassenbewusstsein.

Wahre Befreiung beginnt dort wo wir den Nebel des Subjektivismus zerreißen und die Welt wieder so sehen wie sie objektiv ist: als einen Schauplatz des unversöhnlichen Klassenkampfes. Wir brauchen keine Safe Spaces in akademischen Seminaren wir brauchen die Rückeroberung des öffentlichen Raums und der Produktionsmittel durch die Massen. Wer den Fokus auf das Gefühl legt während die Klasse objektiv verhungert betreibt keine Emanzipation er betreibt die psychologische Kriegsführung des Kapitals gegen das Volk.

Die strategische Funktion der Täuschung

Diese Symbole der Offenheit sind kein Zufall sondern purer ideologischer Betrug. Sie sind die bunten Nebelkerzen einer Bourgeoisie die erkannt hat dass es billiger ist das Vokabular zu ändern als die Besitzverhältnisse anzutasten.

Der bürgerliche Intersektionalismus liefert hierfür die Munition

​Er ist grundsätzlich falsch weil er die Arbeiterklasse in zahllose Identitätsgruppen fragmentiert und so den Blick auf die materielle Basis verstellt. Er behauptet man könne die Welt befreien ohne die ökonomische Macht des Kapitals zu brechen. Wir müssen verstehen warum der Staat jedes dieser Beispiele genau so inszeniert.

Die Straßennamen und die Familie aus dem Kongo

Der Staat ändert Namen um seine blutige imperialistische Geschichte reinzuwaschen während die ökonomische Ausplünderung des globalen Südens durch westliche Konzerne unvermindert weitergeht. Es ist ein symbolisches Almosen das verschleiern soll dass die Reichtümer Afrikas Asiens und Lateinamerikas immer noch nach Brüssel Berlin Paris und Washington fließen. Wahre Wiedergutmachung würde die Zerschlagung imperialistischer Monopole bedeuten doch der Staat gibt uns stattdessen neue Schilder auf alten Gräbern.

Wer glaubt dass ein neues Straßenschild die Ketten des Neokolonialismus sprengt der ist den Täuschungsmanövern der Bourgeoisie bereits erlegen. Die Schilder ändern sich doch die Eigentümer der Minen und Plantagen bleiben dieselben. Dieser symbolische Antirassismus ist die billigste Methode des Kapitals um Ruhe an der Heimatfront zu erkaufen während an der Peripherie weiter gemordet und geraubt wird.

Die Apotheke und die türkische Oma

​Man nutzt die sichtbare Repräsentation in der Apotheke um eine soziale Befriedung vorzugaukeln während die materielle Sicherheit der migrantischen Community im Alltag erodiert. Dieses Bild der Toleranz dient als Schutzschild für ein System das gleichzeitig zulässt dass Neofaschisten als schlafende Hunde die Nachbarschaften mit Hass zersetzen. Solange die Oma in Angst vor Abschiebung oder faschistischer Gewalt lebt bleibt die Arbeiterin mit Kopftuch in der Apotheke eine zynische Inszenierung der Macht.

​Die herrschende Klasse bietet uns diese Symbole an damit wir die strukturelle Gewalt vergessen die sie selbst durch ihre Politik der Spaltung und des Sozialabbaus befeuert. Ein diverses Schaufenster schützt niemanden vor dem Pogrom von morgen solange der Staatsapparat die faschistischen Brandstifter gewähren lässt oder sie sogar durch seine Rhetorik legitimiert. Es ist die billige Kopie von Freiheit: Die Freiheit als Werbeikone dienen zu dürfen während das eigene Leben als Verhandlungsmasse im parlamentarischen Rechtsruck geopfert wird. Wahre Solidarität bedeutet nicht das Kopftuch in der Apotheke zu beklatschen sondern die organisierte Selbstverteidigung der Klasse gegen den faschistischen Terror und die staatliche Repression aufzubauen.

Regenbogenflaggen und das homosexuelle Paar

​Die Bourgeoisie gibt kulturelle Anerkennung umsonst her weil sie den Profitfluss nicht stört während sie durch Immobilienhaie die materielle Grundlage für jede Form der Zukunftsplanung vernichtet. Was nützt das Recht auf Adoption wenn der Markt die Mieten so weit nach oben treibt dass ein Kinderzimmer zum unbezahlbaren Luxus wird Der Staat hisst die Flagge am Rathaus während er mit der anderen Hand den Räumungstitel für die Arbeiterfamilie unterschreibt.

​Dieser bunte Vorhang soll den Blick auf die Klassenfrage verstellen. Das Kapital hat kein Problem damit wer wen liebt solange beide pünktlich ihre überteuerte Miete an den Immobilienkonzern überweisen. Das Recht auf Adoption wird zur hohlen Phrase wenn die ökonomische Realität der Arbeiterklasse den Aufbau einer Familie faktisch unmöglich macht. Die Regenbogenflagge am Rathaus ist der zynische Gruß eines Staates der die Gentrifizierung vorantreibt und jene die das Viertel aufgebaut haben an den Stadtrand drängt. Wahre Emanzipation bedeutet nicht die Erlaubnis zur bürgerlichen Ehe sondern den Kampf gegen die Immobilienmafia und für das Grundrecht auf Wohnraum für alle.

Gendersprache und die alleinerziehende Mutter

Der Intersektionalismus schafft komplizierte Sprachbarrieren die das Proletariat von akademischen Zirkeln isolieren und die Klasse entlang von Bildungsgraden spalten. Während man sich über Endungen streitet entzieht sich der Staat seiner Verantwortung für die soziale Infrastruktur und verschenkt Milliarden an Großkonzerne. Die Mutter ohne Kitaplatz wird doppelt verraten: materiell durch den Staat und ideologisch durch einen Diskurs der ihre reale Not hinter grammatikalischen Debatten versteckt.

Diese akademische Sprachpolitik ist die Arroganz der Arbeiteraristokratie die sich über das Volk erhebt. Sie definieren Fortschritt durch die Beherrschung von Codes die man sich nur in teuren Seminarräumen aneignen kann. Währenddessen verrotten die Schulen und Kitas in den Vierteln. Es ist der Versuch die soziale Frage zu vergraben: Wer über die korrekte Endung eines Wortes doziert muss nicht über den Mangel an Kitaplätzen sprechen. Wahre Frauenbefreiung bedeutet nicht die Einführung von Sternchen in Gesetzestexten sondern die bedingungslose materielle Absicherung und die Vergesellschaftung der Sorgearbeit damit keine Mutter mehr vor den Trümmern ihrer Existenz stehen muss.

Diversitätsworkshops und der markierte Jugendliche

Der Staat heuchelt Offenheit in Seminaren während er ganze Postleitzahlen als Lumpenghettos ökonomisch abschreibt und den dort lebenden Jugendlichen jede Perspektive auf eine menschenwürdige Ausbildung nimmt. Diese Workshops sind ein PR Instrument um die institutionelle Gewalt zu legitimieren die jene trifft die das Kapital bereits als überflüssig markiert hat. Der Jugendliche braucht keinen sensibilisierten Beamten sondern den Zugang zu Produktionsmitteln und echter Arbeit.

Diese pädagogische Maskerade des Staates soll verschleiern dass der polizeiliche Druck in den Vierteln direkt mit der ökonomischen Ausgrenzung korrespondiert. Man schickt die Beamten zu Schulungen damit sie die Verwaltung des Elends mit einem freundlicheren Gesicht betreiben während das Kapital gleichzeitig die Fabriken schließt und die Ausbildungschancen streicht. Ein Diversitätsworkshop schafft keine Arbeitsplätze und er beendet nicht die Stigmatisierung durch die Postleitzahl. Wer die Polizei reformieren will ohne die Eigentumsverhältnisse und die imperialistische Ghettoisierung anzugreifen der betreibt das Geschäft der Herrschenden. Wahre Perspektive für die Jugend im Viertel entsteht nicht durch die Sensibilität der Unterdrücker sondern durch die Zerschlagung der Macht jener die unsere Viertel als menschliches Restmaterial behandeln.

Sensible Sprache und der Flaschen sammelnde Rentner

Man schont die Ohren des Proletariers mit sanften Begriffen für seine Armut während man ihn im Alter materiell zur Bedeutungslosigkeit verdammt. Diese sprachliche Weichzeichnung ist die reinste Form der Verhöhnung durch das imperialistische Zentrum das seinen Reichtum auf der lebenslangen Ausbeutung dieser Menschen aufgebaut hat. Ein würdevoller Ruhestand wird durch eine sensible Wortwahl nicht ersetzt er wird durch sie verschleiert.

​Es ist die Ästhetisierung des Verfalls. Die Bourgeoisie möchte nicht dass das Elend ihre Sichtachsen stört deshalb benennt sie es um. Doch für den Rentner bleibt die Armut eine physische Realität die sich nicht wegmoderieren lässt. Wer die Sprache weichzeichnet will die Schärfe des Klassenkampfes nehmen. Er will dass wir unsere Entrechtung als Schicksal akzeptieren solange man uns nur höflich dabei anspricht. Doch wir lehnen diese falsche Höflichkeit ab. Wir fordern keine sensibleren Begriffe für unsere Armut sondern die Rückgabe des Reichtums den wir mit unserer Hände Arbeit geschaffen haben. Die Wahrheit liegt nicht in der Sanftheit der Worte sondern in der Härte der Tatsachen.

Bunte Konzernlogos und die Lieferfahrer

Das Kapital nutzt den Pridemonth als globale Werbefläche um ein progressives Image zu kaufen während die Fahrer unter prekärsten Bedingungen ohne soziale Absicherung durch die Städte gehetzt werden. Jedes Mal wenn ein Logo bunt leuchtet wird der Fokus von der brutalen Zerschlagung gewerkschaftlicher Organisierung abgelenkt. Es ist der Versuch die Ausbeutung durch Ästhetik zu rechtfertigen und den Klassenkampf im Keim zu ersticken.

Diese bunten Logos sind die Kriegsbemalung eines räuberischen Systems. Während das Management in den Metropolen Diversitätspreise entgegennimmt werden die Fahrer auf dem Asphalt verschlissen. Man verkauft uns die Vielfalt der Konsumenten um die Einheit der Produzenten zu verhindern. Wer das Logo feiert aber die Gewerkschaftsfeindlichkeit der Konzerne ignoriert der macht sich zum Komplizen der Ausbeuter. Die Regenbogenfarben am Hauptquartier bezahlen keine Krankenversicherung und sie verhindern keine unrechtmäßige Kündigung. Wahre Solidarität findet man nicht im Marketingbudget einer Aktiengesellschaft sondern in der gemeinsamen Front derer die sich weigern für den Profit der Wenigen ihre Gesundheit und ihre Würde zu opfern.

Interkulturelle Kompetenz & die Polizeikontrolle

Dies ist die strategische Maske der staatlichen Gewalt. Der Staat benötigt den strukturellen Rassismus als Werkzeug um die gefährlichen Klassen in den Vierteln zu terrorisieren und so die Besitzverhältnisse der Bourgeoisie gegen die rechtmäßigen Ansprüche der Armen zu verteidigen. Kompetenz ist hier nur ein Codewort für die effizientere Verwaltung der Unterdrückung ohne den Zorn der breiten Masse zu wecken.

Hinter der Fassade der interkulturellen Schulung verbirgt sich die eiskalte Logik der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung im Sinne des Kapitals. Man schult die Beamten nicht um die Diskriminierung zu beenden sondern um sie geräuschloser zu gestalten. Die herrschende Klasse weiß dass offene Gewalt Widerstand provoziert deshalb setzt sie auf die psychologische Einwirkung und die Simulation von Modernität. Doch für das Proletariat in den Vierteln bleibt der Staat was er ist: Das Instrument zur Unterwerfung der Mehrheit unter das Diktat des Eigentums. Wer diese Kompetenz feiert der legitimiert den Schlagstock solange er mit einem Lächeln geführt wird. Wahre Befreiung bedeutet die Zerschlagung dieses Apparats und die Errichtung einer Ordnung in der nicht die Postleitzahl über die Würde eines Menschen entscheidet.

Warum dies eine Falle ist: Die unheilige Allianz

Der bürgerliche Intersektionalismus entspringt der kleinbürgerlichen Sehnsucht nach individueller Geltung und mündet im reinen Opportunismus der Herrschenden. Während die Akademiker in ihren Seminaren ihre Identitäten pflegen nutzt das Kapital diese Theorien als perfekte Waffe um die Front der Arbeiter zu sprengen.

Es ist eine Symbiose der Dekadenz. Die akademische Schicht produziert die ideologischen Nebelkerzen die das Kapital benötigt um seine Herrschaft moralisch zu verkleiden. Diese unheilige Allianz beruht auf einem stillschweigenden Abkommen: Die Bourgeoisie lässt den Akademikern ihre sprachlichen Spielwiesen und kulturellen Nischen während diese im Gegenzug die materielle Klassenfrage aus dem Diskurs tilgen. Wer die Welt in unzählige Splittergruppen zerlegt der sorgt dafür dass die Schlagkraft des geeinten Proletariats im Sande verläuft. Der Intersektionalismus ist somit keine Theorie der Befreiung sondern das Organisationsprinzip der organisierten Niederlage. Er verwandelt die revolutionäre Energie in einen endlosen Streit um Privilegien innerhalb der bestehenden Ordnung anstatt die Ordnung selbst in den Abgrund zu stürzen.

Die unheilige Allianz

Es ist eine unheilige Allianz: Das Kleinbürgertum liefert die komplizierten Begriffe und die Bourgeoisie nutzt sie um die Ausbeutung hinter einer bunten Fassade zu verstecken. Der bürgerliche Intersektionalismus dient einzig dem Zweck den Hauptwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit zu verschleiern. Indem der Staat die Arbeiterklasse in immer kleinere Identitätsgruppen zersplittert sabotiert er die einzige Kraft die ihn stürzen könnte: die geeinte Front der Massen. Er gibt uns die Flaggen aber er behält die Macht. Er gibt uns die Namen aber er behält das Geld.

Wahre Befreiung kommt nicht durch die Anerkennung verschiedener Identitäten innerhalb eines Systems das auf Ausbeutung basiert sondern durch die Zerschlagung der materiellen Ketten. Wer heute Intersektionalismus über den Klassenkampf stellt der betreibt das Geschäft der Unterdrücker und verrät die Interessen derer für die er zu sprechen vorgibt. Unsere Antwort auf ihre Symbole ist die kompromisslose Organisation. Wir lassen uns nicht länger durch bunte Nebelkerzen spalten. Wir suchen die Wahrheit in den Tatsachen der Produktion und wir finden unsere Stärke in der unerschütterlichen Einheit gegen das Kapital.

Denn eines bleibt gewiss

Der Hunger am Niederrhein folgt derselben Logik wie der Hunger im Kongo oder in Rumänien oder anderen Kolonien des Imperialismus. Der Feind sitzt in beiden Fällen im Villenviertel und nicht im Nachbarhaus.

​Die bunten Fetzen der Bourgeoisie und die nackte Gewalt des Kapitals

All diese Beispiele zeigen die nackte und bittere Wahrheit: Die Herrenreiter der Bourgeoisie haben den Klassenkampf nicht etwa beendet sondern sie haben ihn lediglich hinter einem Vorhang aus bunten Flaggen und kompliziertem Gelehrtengefasel versteckt. Diese Symbole sind nichts weiter als das schmutzige Bestechungsgeld für die feinen Herren in den Schreibstuben und die akademischen Speichellecker der Macht. Man wirft ihnen ein paar kulturelle Knochen vor damit sie vor den Herrschenden brav Männchen machen und stillschweigend zusehen wie wir in den Lumpenghettos und an den Werkbänken dieser Welt weiter bis auf die Knochen geschunden werden.

Das ist die Ästhetik des Verrats. Wer sich heute von diesen billigen Gesten kaufen lässt und wer seine private Identität wichtiger nimmt als das tägliche Brot seiner Brüder und Schwestern der hat die Fronten längst gewechselt. Er ist kein Mitstreiter mehr sondern ein feiger Agent der Unterdrücker. Diese falschen Freunde schminken sich moralisch hochglänzend während sie tatenlos zusehen wie die Massen weltweit für den parasitären Luxus in den Villenvierteln bluten. Sie pflegen ihre Empfindlichkeiten während wir unsere Wunden zählen.

Aber merkt euch eines: Kein noch so schönes Wort und keine bunte Werbeplane der Konzerne kann den Hunger der Kinder stillen. Die objektive Realität der Ausbeutung lässt sich nicht durch neue Vokabeln weghexen. Der Hunger am Niederrhein folgt derselben grausamen und mörderischen Logik wie der Hunger im Kongo oder in Rumänien oder in den anderen Kolonien des räuberischen Imperialismus. Es ist ein und derselbe gierige Magen der uns alle verschlingen will um den Profit der Wenigen zu sichern. Der wahre Feind wohnt niemals in der Wohnung nebenan egal welche Sprache er spricht oder wen er liebt. Der wahre Feind sitzt oben in den Palästen und in den Chefetagen der Banken.

Der Vorhang der Täuschung ist morsch und er wird unter der Wucht unserer Erkenntnis zerreißen. Hinter den Flaggen und hinter dem hochmütigen Geschwätz der Seminare wartet immer noch die nackte und blutige Gewalt des Kapitals auf uns. Unsere historische Aufgabe ist es nicht diesen Vorhang hübsch zu flicken oder neue akademische Spielregeln zu lernen. Unsere einzige Aufgabe ist es diesen Vorhang mit der eisernen Faust der organisierten Massen herunterzureißen. Wir holen uns die Macht dort zurück wo sie jeden Tag aufs Neue geschaffen wird: in den Fabriken auf den Straßen und in der unerschütterlichen Einheit unserer Klasse. Wir sind eine Front wir sind eine Kraft und wir führen einen Schlag gegen das alte System.

Hinter die Masken schauen und den Hauptfeind zerschlagen!

Der akademische Subjektivismus als Komplizenschaft

Für uns in der Unterschicht und in der Arbeiterklasse ist dieser akademische Subjektivismus nichts anderes als eine gezielte Beleidigung. Während in den Elfenbeintürmen der Universitäten über die richtigen Endungen und die feinsten Nuancen subjektiver Befindlichkeiten debattiert wird kämpfen die Menschen auf dem Land in den Metropolen und in den Industriestädten um ihre nackte Existenz. Diese gelehrte Arroganz ist die Komplizenschaft mit dem Kapital: Man raubt uns die klare Sprache um uns den Blick auf unsere Ketten zu verstellen.

Es ist die Sprache der Privilegierten die niemals Schwielen an den Händen hatten. Sie verwandeln den Klassenkampf in ein ästhetisches Seminar während das Proletariat im Lärm der Maschinen und im Elend der Mietskasernen untergeht. Wer die Welt nur noch als ein Geflecht aus subjektiven Gefühlen beschreibt der verleugnet die harte Realität der Produktion. Diese Akademiker pflegen ihre Empfindlichkeiten wie teures Porzellan während unsere Körper im Dienst des Profits verschlissen werden. Sie fordern Respekt für ihre Befindlichkeiten doch sie haben keinen Funken Respekt für die produktive Arbeit die ihre Elfenbeintürme überhaupt erst finanziert. Wahre Bildung im Sinne des Volkes bedeutet nicht die Flucht in komplizierte Wortspiele sondern die gnadenlose Analyse der Machtverhältnisse um sie endlich umzustürzen. Wir brauchen keine neuen Vokabeln von oben wir brauchen die Wahrheit von unten.

Der akademische Hochmut als Waffe der Unterdrücker

Wer den Fokus auf Vokabeln legt während die Klasse materiell ausblutet der betreibt keine Befreiung sondern aktive Komplizenschaft mit dem Kapital! Dieser Diskurs ist ein reines Luxusgut der Bourgeoisie. Er ist darauf ausgelegt die Sprache so kompliziert zu machen dass der einfache Arbeiter sich in den eigenen politischen Debatten nicht mehr zurechtfinden soll. Es ist eine hinterhältige Methode der Ausgrenzung: Wer nicht die neuesten akademischen Begriffe beherrscht wird als unwissend abgestempelt und mundtot gemacht. So sichert sich eine kleine privilegierte Schicht die Deutungshoheit über den Widerstand während sie gleichzeitig die revolutionäre Energie der Massen in harmlose sprachliche Korrekturen umleitet.

Wir müssen es beim Namen nennen: Wer behauptet dass eine Sprachänderung eine Befreiung sei der verhöhnt die objektive Realität des Hungers der Ausbeutung und der harten körperlichen Arbeit. Man kann den Kapitalismus nicht weggendern! Man kann den Hunger nicht durch sensible Sprache stillen! Dieser Subjektivismus ist die reinste Form des Verrats denn er verdeckt den Blick auf die Fabriken auf die Vermieter und auf die Banken. Er verdeckt den Blick auf jene Orte an denen die wahre Unterdrückung stattfindet und an denen das Blut der Arbeiterklasse in Profit verwandelt wird.

Wer uns vorschreiben will wie wir zu sprechen haben während er gleichzeitig zulässt dass unsere Mieten steigen und unsere Löhne sinken der ist unser Feind. Diese akademischen Sittenwächter sind die Hilfspolizei der Herrschenden. Sie wollen uns das Denken verbieten damit wir das Handeln vergessen. Doch wir lassen uns nicht durch ihre künstlichen Sprachbarrieren spalten. Unsere Sprache ist die Sprache der Arbeit und unser Ziel ist nicht die Korrektur von Endungen sondern die Zerschlagung der Eigentumsverhältnisse. Wir werfen ihre komplizierten Vokabeln auf den Müllhaufen der Geschichte und kehren zurück zum harten Kern der Sache: Dem Kampf um die Macht im Staat und in der Produktion!

Die nützlichen Idioten des Kapitals

Diese akademischen Linken sind die nützlichen Idioten des Systems. Sie liefern dem Staat die moralische Maske hinter der er seine Gewalt versteckt. Solange wir uns über Pronomen streiten bleiben die Besitzverhältnisse unangetastet. Solange wir unsere Identitäten zählen zählt die Bourgeoisie ihren Mehrwert. Wir lehnen diesen akademischen Hochmut ab! Unser Kampf braucht keine Erlaubnis aus dem Seminarraum. Wir suchen die Wahrheit nicht in den Köpfen der Privilegierten sondern in den harten Tatsachen unseres Lebens. Ein Widerstand der nicht die Sprache des Proletariats spricht ist kein Widerstand sondern ein Teil der Verwaltung der Armut.

Man muss es klar aussprechen: Diese Schicht ist der moralische Wachdienst der Bourgeoisie. Sie besetzen die Mikrofone und die Redaktionsstuben um den Zorn der Massen in harmlose Kanäle umzuleiten. Sie wollen dass wir uns für unsere Sprache schämen während sie sich für ihren Reichtum niemals rechtfertigen müssen. Dieser akademische Hochmut ist die Mauer die das Kapital um seine Macht errichtet hat. Doch wir werden diese Mauer einreißen. Wir brauchen keine komplizierten Theorien von Menschen die niemals Hunger gelitten haben um zu wissen wer unser Feind ist. Unsere Theorie ist die Praxis und unsere Sprache ist die Wahrheit der Arbeit. Wer den Widerstand verwaltet der verrät ihn. Wer die Klasse spaltet der dient dem Kapital. Wir kehren zurück zur einzigen Kraft die Geschichte schreibt: Zur unversöhnlichen und geeinten Aktion der arbeitenden Massen gegen ihre Ausbeuter!

Die Massenlinie: Vom Ich zum revolutionären Wir

Wir müssen den Sprung vom Individuum zur Klasse vollziehen denn das ist der einzige Weg zur Macht. Mao Zedongs Prinzip der Massenlinie bedeutet für uns heute: Von den Massen zu den Massen! Schluss mit der atomisierten Identitätssuche! Mein Weg vom Kongo an den Niederrhein ist kein privates Drama sondern ein Teil der großen Geschichte unserer Klasse. Die Identitätspolitik der Bourgeoisie will uns einreden dass wir Minderheiten sind die sich in ihren Unterschieden sonnen sollen. Damit wollen sie uns politisch entwaffnen. Doch wir setzen dem die revolutionäre Einheit entgegen. Wir definieren uns neu: Wer auf diesem Boden steht wer hier seit Jahrzehnten schuftet wer hier geboren oder aufgewachsen ist und seine Knochen für den Profit des Kapitals hinhält der gehört zu uns!

Unabhängig von Herkunft Hautfarbe oder Religion: Wer Teil der Arbeiterschicht ist der ist Teil dieses Volkes! Unsere Identität wird nicht durch die Abstammung unserer Urgroßväter bestimmt sondern durch unsere Stellung im Produktionsprozess und unseren gemeinsamen Widerstand gegen die Ausbeutung. Ein deutscher Stahlarbeiter ein migrantischer Kurierfahrer und die türkische Oma am Niederrhein sind eine untrennbare Front. Wir sind das neue solidarische Volk das aus der internen Peripherie emporsteigt!

Diese Einheit ist der Albtraum der Herrschenden. Sie haben Angst davor dass der Arbeiter im Ruhrgebiet erkennt dass er mehr mit dem Geflüchteten im Container gemeinsam hat als mit dem Millionär in der Villa. Wir zerreißen die künstlichen Zäune die man um unsere Herkunft errichtet hat. Unser Blut hat dieselbe Farbe wenn wir uns an ihren Maschinen verletzen und unser Zorn hat dieselbe Kraft wenn wir uns endlich zusammenschließen. Wir sind nicht länger das Restmaterial ihrer Statistiken sondern wir sind die rechtmäßigen Besitzer der Welt die wir mit unseren Händen erschaffen. Weg mit dem bürgerlichen Nationalismus weg mit der liberalen Identitätsfalle! Es lebe die unerschütterliche Einheit der Massen!

Die Organisation der Gegenmacht

Die Lösung liegt niemals in der Selbstverwirklichung innerhalb des Kapitalismus sondern in der Eingliederung des Einzelnen in die organisierte Kraft der Massen. Die Massenlinie verlangt dass wir unsere isolierten Sorgen nehmen und sie in gemeinsames Handeln verwandeln. Wir warten nicht auf den Staat wir schaffen unsere eigene Ordnung der Solidarität. Wir organisieren die gegenseitige Hilfe dort wo die Bourgeoisie uns bereits abgeschrieben hat. Jeder Hinterhof muss zum Ort der Einheit werden jedes Viertel zur organisierten Zone die sich der Spaltung widersetzt.

Wir fordern keine Integration in ein verfaultes System wir organisieren die Gegenmacht! In jedem Wohnblock an jedem Fließband muss die Massenlinie zur Tat werden. Wer sich in die Klasse eingliedert der verliert nicht sein Gesicht sondern er findet seine historische Schlagkraft. Wir brauchen keine akademischen Safespaces wir brauchen befreite Zonen der Solidarität! Die Zeit der bürgerlichen Symbole und der akademischen Bevormundung ist vorbei. Wer uns spaltet der dient dem Kapital wer uns eint der führt die Massen zur Befreiung.

Es ist die Stunde der Tat. Wir beenden das Betteln um Anerkennung und beginnen mit dem Aufbau unserer eigenen Strukturen. Wo das Kapital uns die Heizung abstellt organisieren wir die Wärme. Wo der Vermieter uns auf die Straße setzt bilden wir die Blockade. Wo der Staat uns mit Schikanen überzieht setzen wir die Mauer unserer Einheit entgegen. Wahre Solidarität ist kein Gefühl sondern ein Bollwerk. Wir verwandeln unsere Nachbarschaften in Festungen des Widerstands gegen die Ausbeutung. Wir sind nicht mehr das Opfermaterial des Marktes sondern wir sind die Architekten einer neuen Welt. Unsere Identität ist unsere Organisation und unser Ziel ist der Sieg der Massen!

Klassenfeind bleibt Klassenfeind!

​Wer uns mit bunten Flaggen und sanften Worten ködern will, während er unsere Arbeitskraft stiehlt, ist und bleibt unser unversöhnlicher Gegner. Wir fallen nicht auf den Schwindel herein. Wir wissen: Ein bunter Konzern ist immer noch ein Ausbeuterbetrieb, und ein sensibler Staat ist immer noch ein Unterdrückungsapparat. Es gibt keinen Frieden zwischen denen, die den Reichtum schaffen, und denen, die ihn rauben.

Heraus zur organisierten Gegenmacht!

​Wir warten nicht auf Almosen und wir betteln nicht um Teilhabe. Wir organisieren uns in den Hinterhöfen, in den Fabriken und in jedem Wohnblock. Wir bauen unsere eigenen Strukturen der Solidarität auf, die kein Vermieter und kein Beamter brechen kann. Wahre Macht wird nicht verliehen, sie wird durch die eiserne Einheit der Massen von unten genommen.

Schluss mit der Identitätspolitik der Unterdrücker!

Wir zerreißen das Netz aus künstlichen Spaltungen und akademischen Wortspielen. Wir lassen uns nicht in Minderheiten zerlegen, die sich gegenseitig misstrauen. Unsere Identität ist unsere Klasse! Ob vom Kongo oder vom Niederrhein, ob Stahlarbeiter oder Kurierfahrer: Wer für das Kapital schuftet, ist unser Bruder. Wer das Volk spaltet, dient dem Feind. Wer die Klasse eint, führt uns zum Sieg.

Alle Macht den Massen!

​Die Geschichte wird nicht in den Seminarräumen der Privilegierten geschrieben, sondern auf den Straßen durch die Tat der Millionen. Wir suchen die Wahrheit in den Tatsachen der Produktion. Wir sind das Volk der Arbeit, das aus der Peripherie emporsteigt, um sich die Welt zurückzuholen, die ihm gehört.

Die Entscheidung: Vom Wort zur eisernen Tat

Wenn du diese Seiten bis hierher gelesen hast, stehst du an einer Gabelung. Du kannst dieses Pamphlet zuklappen und zum Alltag der Ohnmacht zurückkehren, oder du erkennst, dass deine individuelle Wut nur dann eine Waffe wird, wenn sie in die Form der Organisation gegossen wird. Wir bieten keine politische Unterhaltung für gelangweilte Akademiker. Wir bieten den Aufbau einer Gegenmacht, die diesen Namen verdient.

I. Die Zelle: Dein Platz in der Front

Die Organisation der Massen beginnt nicht in großen Reden, sondern in der Zelle. Eine Zelle besteht aus drei bis fünf Menschen, die einander blind vertrauen und bereit sind, die Industriestadt Stein für Stein zurückzuerobern.

Im Betrieb: Sucht die Kollegen, die das Schweigen brechen wollen. Bildet eine Betriebszelle. Analysiert die Ausbeutung an eurem Fließband, in eurem Lager, auf eurem Bock. Werdet zum kollektiven Gedächtnis jeder Ungerechtigkeit. Die Zelle ist der Keim des kommenden Generalstreiks.

Im Wohnblock: Macht eure Haustür zur Grenze der Klassensolidarität. Eine Zelle im Block bedeutet: Keiner wird allein gelassen, wenn die Miete steigt oder der Räumungsbefehl kommt. Wir organisieren die Wärme, wo das Kapital uns im Kalten sitzen lässt.

II. Die eiserne Disziplin der Einheit

​Wir sind keine Diskutierrunde, die sich in bürgerlichen Eitelkeiten verliert. Wir sind die Armee der Arbeit. Unser Wille muss monolithisch sein.

​Ein Wille: Wir streiten hart um die Wahrheit, aber nach außen treten wir als geschlossene Einheit auf. Wenn die Organisation einen Beschluss fasst, endet das „Ich“ und es beginnt das „Wir“.

Verlässlichkeit: In den Hinterhöfen zählt nicht das schöne Wort, sondern die Tat. Ein Genosse ist jemand, auf den man sich im Sturm verlassen kann. Wer die Disziplin der Klasse bricht, spielt dem Feind in die Hände.

Unterordnung: Die Zelle ordnet sich der Leitung unter, so wie der Soldat dem Generalstab. Nur durch zentrale Führung werden tausend kleine Funken zum alles verzehrenden Flächenbrand.

III. Säuberung des Bewusstseins

Wir lassen nicht zu, dass man uns mit den Nebelkerzen der bürgerlichen Identitätspolitik spaltet. Unsere Reihen bleiben rein von den Einflüssen derer, die uns in Minderheiten zerlegen wollen.

Wer uns nach Herkunft, Hautfarbe oder akademischem Dünkel sortieren will, ist ein Saboteur unserer Einheit.

Unsere einzige Identität ist die Klasse. Unsere Heimat ist die Produktion. In unseren Zellen zählt nur eins: Stehst du an der Seite derer, die den Reichtum schaffen, oder an der Seite derer, die ihn rauben?

Dein nächster Schritt

An den Unentschlossenen: Zögere nicht länger an der Seitenlinie. Die Geschichte wird nicht von Zuschauern gemacht, sondern von jenen, die zupacken.

An den Interessierten: Nimm Kontakt auf, bilde die erste Zelle in deinem Umfeld. Dieses Pamphlet ist dein Marschbefehl.

An den Genossen: Vertieft die Schulung, festigt die Zellen, zerschlagt die Spaltung.

Der bürgerliche Staat hat seine Bürokratie, wir bauen unsere Arbeiterräte der Industriestadt. Sie haben das Geld und die Medien, wir haben die unbesiegbare Kraft der Millionen, wenn sie erst einmal organisiert sind.

Die Fackel brennt. Jetzt schmieden wir den Stahl.

Unsere Identität ist die Organisation! Unser Ziel ist die Macht!

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